22.04.2019 - 15:17 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Rampe statt Treppe

Startschuss ist noch im Mai: Nach langen Verzögerungen werden die Radfahrerbrücke bei Krummennaab und der anschließende Radweg bis zur KTB ausgebaut. Damit wird die letzte Lücke im Fichtelnaab-Radweg noch vor dem Herbst geschlossen.

Die marode Radfahrerbrücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.
von PMLProfil

Eine alte Holzbrücke über die Fichtelnaab neben einer Furt durch dieselbe. Steile, ausgetretene und verbogene Metallstufen. Ein wackeliges Brett, aus dem Schrauben herausstehen. Morsche Bodenbretter, die notdürftig mit Schalbrettern abgedeckt sind. Ein schwankendes Holzgeländer und danach eine Schotterpiste den Hang hinauf, die nur mit Mountainbikes zu befahren ist: Der aktuelle Zustand des Fichtelnaab-Radwegs zwischen Krummennaab und dem Geo-Zentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) bei Windischeschenbach ist alles andere als befriedigend - besonders die alte Brücke bei Trautenberg ist für Radler ein Ärgernis.

Aber das alles soll sich noch in diesem Jahr ändern: "Machen wir neu", meldet Gerhard Streibelt vom Bauamt der Gemeinde Krummennaab. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Windischeschenbach soll das letzte unausgebaute Stück des Radwegs von Fichtelberg bis in die "Hauptstadt des Zoigls" endlich ausgebaut werden. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten am unbefestigten Bereich von Trautenberg hinauf zur KTB losgehen. Das Teilstück soll einen neuen Unterbau erhalten und asphaltiert werden - "wenn alles fertig ist, wird das ein super Radweg", freut sich Gerhard Streibelt auf die nahe Zukunft.

Selbstverständlich sollen nicht nur die etwa 600 Meter Radweg neu gemacht werden: Auch die sehr in die Jahre gekommene Brücke wird erneuert. Allerdings ist diese nicht Bestandteil des Kooperationsvertrags, sondern liegt alleine in der Verantwortung der Gemeinde Krummennaab, wie Wolfgang Walberer feststellt. Der Geschäftsleiter der Stadt Windischeschenbach bedankt sich darüber hinaus bei allen beteiligten Grundstückseigentümern, die für den Ausbau des Radwegs Flächen zur Verfügung gestellt haben.

Mit der Planung und Koordination beider Projekte ist das Ingenieurbüro "Planung HT" aus Windischeschenbach betraut. Die Arbeiten am Radweg seien schon an ein lokales Unternehmen vergeben, für die Brücke endete die Submission vergangene Woche. "Wenn das Wetter mitspielt, fangen wir im Mai an und Ende Juli sollte alles fertig sein", erklärt Ingenieur Wolfgang Kraus. "Dabei veranschlagen wir etwa drei Monate für den Radweg und zwei Monate für die Brücke - die soll natürlich auch fertig sein, wenn der Weg fertig ist."

Im Vorfeld gab es lange Verzögerungen und viele Probleme zu lösen. Die Brücke selbst darf nicht zu einer Engstelle für die Fichtelnaab werden, denn sie liegt in einem Überschwemmungsgebiet. Allerdings sollte auch eine Alternative zum bestehenden Treppenaufgang gefunden werden. "Es gibt keine Treppen mehr, sondern eine freie Rampe und die Brücke selbst wird eine Stahlkonstruktion - statt Holz", beschreibt Kraus die Planung. Die alten Widerlager der Brücke würden wiederverwendet, was die Bauzeit deutlich verkürze. Und durch die offene Stahlkonstruktion ohne aufgeschüttete Rampen bleibe auch der Hochwasserschutz gewährleistet.

Für Radfahrer wird für die Dauer der Bauarbeiten eine Umleitung eingerichtet, die vor Ort entsprechend auch ausgeschildert wird: von Trautenberg geht es über Lehen, Eiglasdorf, Pleisdorf und die Schweinmühle nach Windischeschenbach.

Hintergrund:

Kosten und Zeit

Der Ausbau des etwa 600 Meter langen Stücks schließt die letzte Lücke im etwa 45 Kilometer langen Radweg von Fichtelberg nach Windischeschenbach. Für den Ausbau des Wegstücks ist eine Investition von 250.000 Euro anvisiert, wobei die Summe zu 60 Prozent durch das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert wird. Die Restkosten werden zwischen Krummennaab und Windischeschenbach im Verhältnis 49 zu 51 Prozent geteilt.

Für den Brückenneubau sind 70.000 Euro geplant. Hierfür ist auch eine Förderung beantragt. Die genaue Höhe ist allerdings noch nicht bekannt.

Die gesamte Maßnahme soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden, so dass der Radweg in den Sommerferien auf voller Länge fertiggestellt ist – sofern das Wetter mitspielt. (pml)

Die marode Radfahrer-Brücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.
Die marode Radfahrer-Brücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.
Die marode Radfahrer-Brücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.
Die marode Radfahrer-Brücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.
Die marode Radfahrer-Brücke über die Fichtelnaab bei Trautenberg wird noch in diesem Frühjahr/Sommer erneuert. Auch der Fichtelnaab-Radweg, der von hier zur KTB weiter verläuft, wird gleichzeitig ausgebaut. Für die Zeit der Bauarbeiten wird eine Ausweichroute des Radwegs ausgeschildert.

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