04.10.2019 - 17:18 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Begehrte Kita-Plätze in Kümmersbruck

Von nix kommt nix: Das gilt auch für Kindergartenplätze. Die Gemeinde Kümmersbruck will Vorsorge treffen. Denn der Bedarf in der Kommune ist nach wie vor hoch.

Kindergarten St. Nikolaus Theuern
von Klaus HöglProfil

Die Gemeinde müsse sich wappnen - das haben Bürgermeister Roland Strehl und Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer bei der jährlichen Vorstellung des Plätze-Bedarfs explizit herausgestellt.

326 Plätze

Die Bedarfsplanung von Kinderbetreuungsplätzen für das Kindergartenjahr 2019/20 richtet sich nach dem Gesetz mit dem sperrigen Titel "Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz" (BayKiBiG). Aufgrund des geänderten Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen sei eine erneute Bedarfsanerkennung erforderlich gewesen, hieß es. Demnach ergibt sich für die gemeindlichen Kindergärten insgesamt ein Bedarf von 326 Plätzen (12 Gruppen), 96 Plätzen (8 Gruppen) für Kinderkrippe sowie 57 Plätzen für Hausaufgaben und Ferienbetreuung.

Die Quote teilt sich wie folgt auf: Kindergarten St. Antonius 110 Plätze, Kinderkrippe 14 Plätze. Kindergarten St. Raphael 80 Plätze, Ferienbetreuung 15 Plätze, Kinderkrippe 31 Plätze, Kindergarten St. Nikolaus 25 Plätze, Kinderkrippe 12 Plätze, Ferienbetreuung 5 Plätze, Kindergarten Arche Noah: 83 Kindergarten-Plätze, 37 Hausaufgabenbetreuung, 39 Kinderkrippe. Schließlich der Waldkindergarten Lengenfeld mit 28 Kindergartenplätzen bis zur Einschulung.

Für CSU-Sprecher Markus Graf ist es ein Problem, dass offenbar selbst auf sogenannten Wartelisten kein Platz mehr zu finden ist. Josef Vogl (CSU) sprach von einer gewissen Unart, dass manche Eltern sich auf Wartelisten in verschiedenen Kindergärten gleichzeitig setzen ließen. Das verfälsche seiner Meinung nach die tatsächlichen Zahlen. Und das bedürfe der Korrektur, im schlechtesten Fall müssten auswärtige Kinder abgelehnt werden.

Ausgaben konstant

Der Gemeinderat hat am 28. April 2015 beschlossen, ab dem Kindergartenjahr 2015 (bis auf weiteres) 80 Prozent des jährlichen ungedeckten Betriebskostendefizits als freiwilligen Zuschuss zu übernehmen. Die vom Kindergarten St. Nikolaus (Theuern) vorgelegte Jahresrechnung 2018 wurde wie folgt beziffert: Gesamteinnahmen 244 147,67 Euro, Gesamtausgaben 247 833,23 Euro, woraus sich ein Fehlbetrag von 3685,56 Euro ergibt. 80 Prozent des Betriebskostendefizits ergeben den Betrag von 2948,45 Euro, den die Gemeinde als freiwilligen Zuschuss übernimmt. Das sei ein rapider Rückgang des Betriebskostendefizits und darauf zurückzuführen, dass die Einrichtung gut ausgelastet ist. Dadurch hätten sich kinderbezogene Förderungen und die Elternbeiträge erhöht, die Ausgaben seien dagegen "überwiegend konstant" geblieben.

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