Am 23. Januar beim Neujahrsempfang in der Schweppermannkaserne hatte das Orchester des Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck sein Publikum bei einer öffentlichen Aufführung erfreut. Seither war Ruhe, selbst Proben waren erst ab Sommer wieder möglich, und das nur eingeschränkt, denn einen großen Abstand einzuhalten ist so einfach nicht bei einem Blasorchester.
Abstand war auch jetzt noch ein Thema, zwei Meter sind vorgeschrieben, aber die konnten die Musiker sowohl im Garten des AWO-Seniorenzentrums als auch beim anschließenden Standkonzert vor dem Rathaus problemlos einhalten. Ein zweifacher Auftritt sozusagen, den Vorsitzender Karl-Heinz Müller da anberaumt hattet. Den Anfang machte im AWO-Garten das Nachwuchsorchester des Musikvereins. Der Name bezieht sich aber keineswegs auf das Alter, auf jugendlichen Nachwuchs wie man meinen könnte. Sondern in diesem Klangkörper haben sich unter der Leitung von Uli Wiesneth Musiker jeglichen Alters zum gemeinsamen spielen zusammengetan, um dann einmal im großen Orchester mitmachen zu können. Bei dem Auftritt ließen sie ganz beachtliche Fortschritte erkennen.
Danach trat das große Orchester unter Dirigent Marcus Hoffmann auf, sehr zur Freude und Unterhaltung der älteren Mitbürger im Seniorenzentrum und dann vor den Zuschauern auch auf dem Rathausvorplatz. „Musik ist Trumpf“ – dieses Motto war durchaus wörtlich zu nehmen an diesem Nachmittag. Beim „Bozener Bergsteigermarsch“, der „Böhmischen Liebe“ oder der „Amboss Polka“ aus dem umfangreichen Repertoire hatten die Zuhörer ganz offensichtlich ihre Freude in diesen heiklen (Corona-)Tagen. „Bella Italia“ und „O Sole mio“ erhellten den tristen Nachmittag.














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