01.02.2019 - 09:07 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Energie-Ausstellung sorgt für Antrieb

Die Energie-Wende beschäftigt viele Menschen: Wo stehen wir? Was kann jeder Einzelne tun? Worauf kommt es zum Beispiel bei der Sanierung meines Hauses an? Darauf soll die Leihausstellung „Energiewende“ die richtigen Antworten geben.

Bei der Ausstellungseröffnung.
von Klaus HöglProfil

Die Ausstellung "Energiewende", die am Mittwochabend im Foyer des Kümmersbrucker Rathauses eröffnet wurde, regt zum Mitwirken an und zeigte einfache Möglichkeiten, Energie im Alltag einzusparen. Bürgermeister Roland Strehl eröffnete die Ausstellung. An seiner Seite: Joachim Scheid vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in Ensdorf, Richard Gaßner als Vorsitzender des ZEN-Fördervereins sowie Leute der Verwaltung, Schulen und Gemeinderäte.

Die Ausstellung (zu sehen bis Anfang März) ist eine Leihgabe des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Energie und Technologie. Sie fußt im Grunde auf den drei Säulen Energieverbrauch vermeiden, Energieeffizienz steigern und Erneuerbare Energien ausbauen. An interaktiven Mitmachstationen, Testgeräten und Modellen können sich die Besucher eingehend informieren: Es sind energieoptimierte Lösungen zum Bauen und Wohnen, zum Beispiel Fenstermodelle, Beleuchtungseinrichtungen, Heizungsumwälzpumpen, Hauswandmodelle, Beleuchtungsmittel zu sehen.

„Insgesamt passiert sowohl privat als auch öffentlich auf dem Sektor schon einiges. Die Bürger sind sensibilisiert, aber es reicht noch lange nicht“, zeichnete Richard Gaßner die Dringlichkeit der Energieeinsparung auf. Er hegte auch durchaus Sympathie für jene Schüler, die in Sachen Umweltschutz auf die Straße gehen: „Das sollte eigentlich die Politik wachrütteln."

Joachim Scheid zeigte die Situation im Landkreis Amberg-Sulzbach auf. „Wo steht die Gemeinde? Was tut die Kommune?“, hinterfragte Bürgermeister Roland Strehl. Da geht Kümmersbruck wohl seiner Meinung nach mit gutem Beispiel voran: Strehl konnte mit einigen Projekten aus den letzten Jahren zur Energiewende aufwarten. Die Errichtung des Nahwärmeverbundes (Biomasseheizkraftwerk Schule, Hallenbad, Seniorenheim, Rathaus und evangelische Kirche), die energetischen Gebäudesanierungen (Rathaus, Schule, KA2-Hallenbad, Bauhof), Pelletsheizungen im Kindergarten Theuern, Feuerwehrgerätehaus Theuern und Hackschnitzelheizung Bauhof. Auf den Dächern des Rathauses, der Schule, WEK und Bauhof) gibt’s mittlerweile PV-Anlagen, erinnerte Strehl. Der Bürgermeister: "Schon länger hat Kümmersbruck ein eigenes Wasserkraftwerk in Theuern, 1400 Straßenlaternen werden in der Gemeinde schrittweise auf LED umgestellt, schließlich sind bereits E-Ladesäulen installiert und es wird Öko-Strom im Zuge europaweiter Ausschreibung eingekauft. Wir sind jedenfalls auf einem guten Weg.“ Die Ausstellung könnte durchaus ein entscheidender Impuls für die Bürger sein, meinte er.

Bei der Ausstellungseröffnung.
Bei der Ausstellungseröffnung.
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