(e) Praktischer Anschauungsunterricht: Die fünften und sechsten Klassen der Kümmersbrucker Schule wurden auf dem Parkplatz vor dem TSV Sportgelände von den pädagogisch ausgebildeten Moderatoren Annette Halvorsen und Stefan Mägle vom ADAC geschult und für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert.
Reaktionsweg plus Bremsweg ist Anhalteweg - eine Formel mit der die drei Schulklassen konfrontiert und vertraut gemacht wurden. Besonders bei fahrenden Autos können die Schüler mangels Fahrpraxis die Risiken noch nicht annähernd abschätzen. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen habe man festgestellt, dass Kinder die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, nicht immer bestimmen können, ihnen fehlt zudem der Überblick, wissen die Experten. Manche Kinder glauben auch, dass ein Auto einfach stehen bleiben kann - so ist das aber nicht, wie eindringlich vorgeführt wurde. Es gelte daher, den Kindern die Gefährlichkeit eines Autos bewusst zu machen. Das hält auch Klassleiter Mario Gräß für erforderlich, der dem ADAC "für die Aufklärungsarbeit dankbar ist. Denn das hilft, Schulwegunfälle zu vermeiden. Wir hatten in den letzten Jahren zum Glück keinen - aber das soll auch so bleiben".
Für Gräß sei es wichtig, dass sich die Kinder in andere Verkehrsteilnehmer hineinversetzen können. Und aufgeklärt sind über die Gefahren der Handynutzung, das Anschnallen sowie das Fahrverhalten des Fahrers und des Fahrzeugs auf dem Bremsweg. Im Verkehrsunterricht bekamen die Schüler die Gelegenheit, reale Verkehrssituationen zu erleben.
Den Anfang machten sie bei sich selbst: Aus vollem Lauf mussten die Kinder an einer Ziellinie stoppen. Schnell erkannten sie, dass sie dabei nicht sofort stehen bleiben können. Noch länger dauert es bis sie wieder stehen, wenn sie mit dem Abbremsen warten müssen bis Mägle eine Flagge hebt. Aus dieser praktischen Übung wurde gemeinsam mit den Moderatoren die Formel "Reaktionsweg plus Bremsweg ist Anhalteweg" erarbeitet. Diese Erfahrungen galt es nun für die Schüler auf das Auto zu übertragen: Sie mussten den Anhalteweg eines sich mit 50 Stundenkilometern nähernden Fahrzeuges abwägen und dort Pylonen aufstellen - und verschätzten sich gewaltig.
Angegurtet auf dem Beifahrersitz durften die Schulkinder dann noch eine Vollbremsung bei 30 Kilometern pro Stunde selbst im Auto erleben: Eine eindrucksvolle Erfahrung. Ihr Fazit zur Aktion "Hallo Auto": "Voll gut" und "echt cool".
Kümmersbruck
13.07.2018 - 16:59 Uhr
Formel für die Praxis
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