Als ein „Ereignis, das ich gemeinsam mit vielen anderen Beteiligten sehnlichst herbeigewünscht habe“, bezeichnete Bürgermeister Roland Strehl die feierliche Einweihung des neuen Kinderhauses St. Raphael laut Pressemitteilung.
Nachdem man 2017 festgestellt habe, dass der marode Altbau des Kindergartens nicht sanierbar war, habe der Kümmersbrucker Gemeinderat in einem mutigen Beschluss entschieden, den Neubau in unmittelbarer Nähe zu errichten. Der Spatenstich erfolgte im Februar 2022, die damals geschätzten Kosten beliefen sich auf zehn Millionen Euro.
Die gute Nachricht: Der Kostenrahmen konnte eingehalten werden. Der Wermutstropfen: „Dieser Bau bot eine schier unbegrenzte Anzahl an Möglichkeiten, was so alles schieflaufen kann“, so Strehl.
Hochmodernes Gebäude
Schlussendlich aber sei ein hochmodernes, funktionelles Gebäude entstanden, in dem sich das Erzieherteam und die betreuten Kinder seit September 2025 bereits sehr wohlfühlen könnten. Strehls Dank galt allen am Bau Beteiligten für ihr „riesengroßes Engagement“. Er vergaß dabei auch nicht die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Bayern, dem er in Gestalt des anwesenden Direktabgeordneten des Bayerischen Landtags, Harald Schwartz, dankte.
Der Vorstandsvorsitzende des Betriebsträgers Caritasverband Amberg-Sulzbach, Michael Trummer, bezeichnete den Ersatzneubau als eine bedeutende und mutige Investition der Gemeinde Kümmersbruck: „Diese Investition ist nicht nur in Beton und Wände geflossen, sondern vor allem in die Zukunft unserer Kinder!“ Die Fertigstellung des Gebäudes sei ein sichtbares Zeichen für Zukunft, für Verantwortung und für gelebte Gemeinschaft. Trummers Dank galt neben der Gemeinde auch dem Kindergartenteam um Nadine Rall, das die mannigfaltigen zusätzlichen Herausforderungen – zusätzlich zum ohnehin anspruchsvollen pädagogischen Alltag – mit einer großen Portion Idealismus und Zeit hervorragend gemeistert habe. Dadurch sei es gelungen, „aus einem neuen Gebäude einen lebendigen Ort zu machen – ein Ort mit Wärme, Atmosphäre und Ausstrahlung“, so Trummer.
Schlüssel aus Salzteig
Anschließend beschrieb der Bauleiter des Architekturbüros BSS aus Nürnberg, Stephan Gurguta, die gestalterischen Ideen des Neubaus und die Schwierigkeiten bei der Ausführung. Er übergab einen symbolischen Schlüssel aus Salzteig und wünschte für die künftige Nutzung alles Gute.
Bevor die beiden Pfarrer Wolfgang Bauer und Bernd Schindler dem Haus und allen Menschen, die sich künftig darin aufhalten werden, den kirchlichen Segen gaben, war das Schlusswort der Kindergartenleiterin Nadine Rall vorbehalten. Auch sie fand dabei lobende Worte für ihr Team in diesen herausfordernden vier Jahren Bauzeit: „Ohne euren Einsatz wäre das nicht möglich gewesen!“ Sie freue sich nun auf das neue Gebäude und hoffe, dass die noch ausstehenden Restarbeiten möglichst bald abgearbeitet würden.
Den musikalischen Beitrag des gelungenen Festaktes, der im neuen Innenhof des Kindergartens stattfand, lieferten einige Kinder mit schwungvollen Liedern, die die zahlreichen Gäste sichtlich begeisterten.













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