28.04.2019 - 19:47 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbruck sucht weitere Senioren-Helfer

Seniorennetzwerke, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), soziale Unterstützung, kirchlich und von der Gemeinde: Es gibt schon viele Angebote für die Kümmersbrucker Senioren. Doch die sehen auch noch ungefüllte Nischen, haben also noch Wünsche.

Projektleiterin Barbara Hernes.
von Klaus HöglProfil

Darüber wurde bei einem Treffen des Ausschusses für demografische Entwicklung gesprochen. Bürgermeister Roland Strehl vermeldete aus seiner Gemeinde durchweg Positives in Sachen Seniorenarbeit. Barbara Hernes, Projektleiterin für das im Oktober 2015 gegründete Seniorenmosaik Hirschwald mit Sitz im Kümmersbrucker Rathaus, bestritt den Hauptteil der 90-minütigen Diskussionsrunde.

Schon viele Impulse

Andrea Motzel (AWO) war dabei. Auch der Seniorenbeirat mit Manfred Sulima und Anneliese Breitkopf war vertreten, wodurch die Senioren auch eine eher politische Stimme im Gemeinderat haben. Die Behinderten- und Inklusionsbeauftragte Else Koller beteiligte sich ebenfalls, schließlich die Seniorenbeauftragten der Gemeinderäte und interessierte Kümmersbrucker Bürger.

"Der Ausschuss hat schon viele Impulse gestartet", berichtete Roland Strehl. Trotzdem fragte er: "Wo stehen wir in der Seniorenpolitik der Gemeinde, wie sieht die Zukunft aus?" Barbara Hernes leitet die Beratungsstelle im Kümmersbrucker Rathaus. Seit Mai 2018 ist die Einrichtung offiziell anerkannt durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) als "Seniorenmosaik als Koordinierungsstelle für die Seniorenarbeit in Naturpark Hirschwaldgemeinden und anerkannte Koordinierungsstelle für Angebote für Unterstützung im Alltag".

Angebot bekanntmachen

Das hat auch abrechnungstechnische Folgen (Abrechnung mit den Pflegekassen zum Beispiel). Mittlerweile findet in jeder Gemeinde neben den üblichen Beratungszeiten eine individuelle Beratung in der eigenen Häuslichkeit statt.

Mindestens dreimal wöchentlich sucht jemand Kontakt - Tendenz steigend. Benötigt werden deshalb noch ehrenamtliche Helfer (bisher sind es neun). Die Verantwortlichen wollen in den Hirschwald-Anrainergemeinden das Angebot der Koordinierungsstelle durch Veranstaltungen erweitern und es in der Öffentlichkeit bekanntmachen.

Eine ganze Palette von Möglichkeiten zu Infoveranstaltungen gibt es bereits - auch zusätzliche Veranstaltungen für pflegende Angehörige und Fortbildungen. Entsprechende Flyer sollen heuer noch hergestellt werden. Diese dann mit den für Senioren kostenlosen Jahreskalendern zu verteilen, war ein Vorschlag.

Im Blickpunkt:

Kümmersbruck hat seit Herbst 2017 einmal wöchentlich Fahr-Angebote mit Kleinbussen für Senioren eingerichtet: zum Arzt, Einkaufen, Stadtbummel, natürlich auch für behinderte Senioren. Integrationsbeauftragte Else Koller aus Theuern berichtete von einer guten Akzeptanz bei den Älteren: Diesen SeniorenShuttle sollte die Gemeinde also unbedingt aufrechterhalten und finanzieren, war ihr Antrag.

Über das Betreuungsangebot der AWO berichtete Andrea Motzel. Auch mit ihrer größten Sorge hielt sie nicht hinterm Berg: Motzel sprach von einem landauf, landab bestehenden massiven Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Pflege. Das habe in anderen Einrichtungen bereits zu leerstehenden Betten, ja sogar Stockwerken geführt. Das AWO-Betreuungsangebot sei ähnlich wie das beim Seniorenmosaik. Die Senioren würden allerdings abgeholt, die Betreuungsstunden fänden im AWO-Heim statt.

Als Stimme der Senioren im Rathaus, als Bindeglied zwischen Senioren und Verwaltung, sieht Manfred Sulima den Seniorenbeirat: Informationen sammeln, im Rathaus vorbringen, dort für Verbesserungen und Veränderungen sorgen. Unter Regie der Gemeinde soll es wieder die Veranstaltung „Generation 50 plus in Kümmersbruck“ geben – am Sonntag, 10. November. Gesucht wird dazu noch ein Verantwortlicher (ein Verein zum Beispiel) zur Organisation der Bewirtung.

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