31.10.2018 - 12:09 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Ein Maschinist muss nicht nur fahren können

42 neue Maschinisten hat der Landkreis in Kümmersbruck ausgebildet. Für diese Aufgabe bei der Feuerwehr reicht es nicht, den entsprechenden Führerschein zu haben und das Fahrzeug sicher bewegen zu können.

Die Handgriffe eines Maschinisten musste jeder dem Prüfer zeigen.
von Florian Schlegel (egl)Profil

So ging es beim Lehrgang in Kümmersbruck auch um Aufbau und Funktion der Feuerlöschkreiselpumpe, die Bedienung der Tragkraftspritze und den Umgang mit Stromerzeugern, Lichtmasten und weiteren kraftbetriebenen Geräten der Feuerwehr. Der Maschinistenlehrgang ist neben dem gültigen Führerschein und einer gesonderten Fahr-Abnahme Voraussetzung, um Feuerwehrfahrzeuge lenken zu dürfen.

Das 36-Stunden-Programm gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In Ersterem werden die grundlegenden technischen und physikalischen Prinzipien im Bereich Pumpentechnik und der Stromerzeugung gelehrt. Auch der Umgang mit den Geräten und ihre Bedienung werden erläutert. Verkehrsrecht und die Nutzung von Sonder- und Wegerechten nach der Straßenverkehrsordnung sind im Unterricht ebenso wichtige Themen.

Im praktischen Teil soll der Umgang mit den Geräten verinnerlicht werden: Nur wenn das einwandfrei funktioniert, ist ein sicherer Einsatz gewährleistet. Die Ausbilder legen besonderen Wert darauf, dass die Teilnehmer nicht nur Routinearbeiten kennen, sondern auch in Extremsituationen Herr der Lage bleiben. So ist es beispielsweise wichtig, bei einem Fehler oder einem Ausfall eines Gerätes Rückschlüsse auf die Ursachen zu ziehen und diese beseitigen zu können: Wenn ein sogenannter Angriffstrupp in einem brennenden Gebäude ist und plötzlich die Pumpe ausfällt, muss der Maschinist schnell reagieren und das Gerät schnellstmöglich wieder zum Laufen bringen.

Auch die Prüfung gliedert sich in Theorie und Praxis: Die Teilnehmer müssen dabei ihr Können unter Beweis stellen. Die theoretische Prüfung umfasst einen Multiple-Choice-Fragebogen. Vier Stationen müssen im praktischen Teil absolviert werden. Alle Aktiven wissen aber: Um den sicheren Umgang mit Fahrzeugen und Technik zu gewährleisten, darf der Lehrgang nicht als einmalige Sache betrachtet werden. Vielmehr ist eine ständige Ausbildung in den einzelnen Feuerwehren notwendig. Zum Abschluss gratulierte Kreisbrandinspektor Hubert Blödt allen zum bestandenen Lehrgang.

Ansaugen von Wasser aus dem Bach wurde hier erklärt.
Ausbilder Florian Kaufmann (in Beige) ließ sich alles genau erklären bei der Prüfung.
Ausbilder Florian Kaufmann (in Beige) ließ sich alles genau erklären bei der Prüfung.
Auch das Thema Stromerzeuger ist für einen Maschinisten wichtig.
Fabian Schwemmer (in der Hocke blaue Jacke) erklärt den Stromerzeuger.
Nach dem Betrieb jedes elektrischen Gerätes muss eine Prüfung gemacht werden.
Nicht nur Tragkraftspritzen, auch festeingebaute Pumpen muss man bedienen können.
Ausbilder Armin Buchwald (links) zeigte den Teilnehmern die Funktion der Pumpe.
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