Kümmersbruck
10.05.2024 - 14:45 Uhr

Mercedes aus Tiefgarage in Kümmersbruck gestohlen

Rund 50 000 Euro ist das Auto Wert, das in Kümmersbruck gestohlen worden ist. Laut Polizei kein Einzelfall, weshalb sie auch Verhaltenstipps gibt.

In Kümmersbruck ist ein Auto gestohlen worden. Symbolbild: Axel Heimken
In Kümmersbruck ist ein Auto gestohlen worden.

In Kümmersbruck hat ein Unbekannter einen Mercedes im Wert von rund 50 000 Euro gestohlen. Das Auto war in einer Tiefgarage eines Mehrparteienhauses geparkt. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen übernommen.

Der 64-jährige Eigentümer hatte seinen schwarzen Mercedes am Donnerstag gegen 13.15 Uhr in der Tiefgarage in der Vilstalstraße abgestellt. Als er gegen 16 Uhr wieder zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, war das Auto weg. Polizeibeamte sicherten die Spuren. Die Kriminalpolizeiinspektion sucht Zeugen. Hinweise unter der Nummer 09621/8900.

Bei derartigen Diebstählen von hochwertigen Kraftfahrzeugen handelt es sich nicht mehr um Einzelfälle, schreibt das Polizeipräsidium Oberpfalz. Insbesondere auch bei sogenannten Keyless-Go-Diebstählen konnte in letzter Zeit ein Anstieg festgestellt werden. Besonders betroffen sind die Landkreise Neumarkt i.d.OPf., Tirschenreuth und Schwandorf. Die Täter haben es meist auf ältere Fahrzeuge der deutschen Premiumhersteller abgesehen, die mit dem Keyless-Go-System ausgestattet sind.

Schlüssel immer abziehen

Deswegen gibt die Polizei Verhaltenstipps. So sollten hochwertige Fahrzeuge wenn möglich nicht am Straßenrand oder in ungesicherten Carports abgestellt werden. "Nutzen Sie eine abschließbare Garage oder stellen Sie Ihr Fahrzeug zumindest an gut beleuchteten und belebten Straßen ab", heißt es in einer Pressemitteilung. Autobesitzer sollten auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straße „streifen“ achten, sich das Kennzeichen notieren und anschließend die Polizei informieren. Außerdem schreibt die Polizei: "Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen."

Der Zündschlüssel sollte immer abgezogen werden. Auch bei kurzer Abwesenheit, etwa beim Tanken oder Zeitungskauf. Das Lenkradschloss sollte immer einrasten. Ist das Fahrzeug mit einer Diebstahlwarnanlage ausgestattet, sollte sie auch in Betrieb genommen werden. Außerdem wichtig: Fenster, Türen, Kofferraum, Schiebedach, Tankdeckel/-klappe immer schließen.

Keyless recht gefährlich

Ersatzschlüssel sollten nicht am oder im Fahrzeug versteckt werden – diese Verstecke sind den Dieben bekannt. "Denken Sie daran: Nach der Rechtsprechung ist das Zurücklassen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug eine grobe Fahrlässigkeit, die den Versicherer im Falle des Auto-Diebstahls von der Leistung befreit." Schlüssel sollten auch nicht unbeaufsichtigt in Jacken- oder Manteltaschen zurückgelassen werden. Zudem rät die Polizei: "Wenn Ihnen ein Autoschlüssel entwendet wurde oder Sie ihn verloren haben, fahren Sie umgehend zu Ihrer Fachwerkstatt. Dort gibt es Möglichkeiten, den Schlüssel sofort zu sperren." Professionelle Autodiebe brechen auch in Häuser oder Wohnungen ein, um in Besitz des Fahrzeugschlüssels zu gelangen. Da Fahrzeug- und Hausschlüssel meist in der Diele liegen oder am Schlüsselbrett hängen ist es dann ein Leichtes, Fahrzeuge sogar aus einer abgeschlossenen Garage zu entwenden.

Wenn das Fahrzeug das sogenannte Keyless-Komfortsystem besitzt, dann gilt es noch einiges zu beachten. Schlüssel sollte nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür gelegt werden. Das Funksignal ist durch geeignete Maßnahmen (etwa Aluminiumhüllen) abzuschirmen. Autobesitzer sollten beim Aussteigen aus dem Wagen auf Personen mit Aktenkoffern in der Nähe achten. Dabei könnte es sich um professionelle Autodiebe handeln. Zudem gibt es funkdichte Hüllen für Keyless-Schlüssel. So können die Diebe den Funkschlüssel nicht über längere Strecken übertragen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.