29.10.2018 - 10:29 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Neue Grabart am Kümmersbrucker Friedhof

Die Nachfrage nach einem pflegeleichten Grab steigt auch in der Kümmersbruck. Die Bestattungskultur erfuhr in den vergangenen Jahren eine deutliche Veränderung. Dem Trend folgt nun auch die Gemeinde.

Stelen werden bei der Bestattung weiterhin favorisiert. Bürgermeister Roland Strehl sowie Gerhard Büttner und Cornelia Büttner (Funeral Technique Hohenburg) sehen sich vor bereits bestehenden Stelen nach weiteren solcher Möglichkeiten im Kümmersbrucker Friedhof um.
von Klaus HöglProfil

Sie passt sich den neuen Bedürfnissen der Grabeigentümern an, schafft neue Beisetzungsmöglichkeiten, wie Bürgermeister Roland Strehl bei einem Ortstermin sagte. Die Urnenstelen erweitern das Angebot im Friedhof neben Erd- und Urnengräbern und der bestehenden Urnenwand. Interesse und Unterstützung erhält die Gemeinde vom Seniorenbeirat, Pfarrer Wolfgang Bauer hatte sich ebenfalls dafür ausgesprochen. Der Wandel der Zeit, der ist nicht nur im alltäglichen Berufsbild enthalten, auch die Bedürfnisse der Friedhöfe verändern sich. Wären noch vor 30 Jahren überwiegend Erdbestattungen gewählt worden, entscheiden sich die Menschen heutzutage immer mehr für Feuerbestattungen, hieß es.

Das Aussehen der Gräber sei einem permanenten Wandel unterzogen, der Rückgang an intensiv gepflegten Gräber zeichnet sich an vielen Friedhöfen ab. Pflegeleicht sollen sie sein, die Gräber. Mit dem Urnenstelen am Kümmersbrucker Friedhof geht sozusagen der Gemeinderat auch mit der Zeit, möchte die Gestaltung der Gräber durch die Angehörigen erleichtern, erklärte Strehl.

Alles hat sich aber nun doch nicht verändert: Viele Menschen halten die Tradition der Familiengräber am Leben, die Gemeinde möchte auch in diesem Punkt eine Alternative zur Urnenwand schaffen. In diesen können meist nur vier Urnen beigesetzt werden. Die Stele biete neue Möglichkeiten. Nachdem mittlerweile Urnen biologisch abbaubar sind, zerfallen sie nach einigen Jahren. Die Asche der Verstorbenen fällt in das Erdreich des Fundaments und verbleibt am Ort der Beisetzung. Die Gemeinde orientierte sich bei der Farbwahl an den Nachbargräbern. Damit fügen sich die Stelen auch optisch in das Bild des Friedhofs ein, hieß es.

Die Interessenten haben die Wahl sich zwischen der runden und quadratischen Optik zu entscheiden. Die Stele ersetzt den Grabstein, so dass die Stele gleichzeitig das Grabmal ist.

Möglichst kostengünstig soll es für die Grabsteineigentümer sein, betonte Roland Strehl. So entschied die Gemeinde, dass für eine Doppelstele eine Grabgebühr von 70 Euro jährlich anfällt. Die Laufzeit für das Partnergrab dieser Art beträgt zwölf Jahre. Das Grabmal können die Eigentümer von der Funeral Technique Hohenburg erwerben. Die Kosten für eine quadratische Doppelstele, die zugleich den Grabstein ersetzt, beträgt 2035,85 (inklusive Mehrwertsteuer). "Durch das Engagement des Gemeinderates wurde der Friedhof in Zusammenarbeit durch Funeral Technique Hohenburg und dem Seniorenbeirat modernisiert und bietet den Bürgern jetzt eine Vielzahl an Bestattungsmöglichkeiten", zog Strehl als Fazit.

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