10.09.2019 - 15:55 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Neuer Dorfplatz in Kümmersbruck nimmt Gestalt an

Was macht ihr da eigentlich? Die Frage hat Bürgermeister Roland Strehl oft gehört, wenn es um den neuen Dorfplatz ging. Kein Wunder: Seit elf Jahren läuft die Planung. Jetzt nimmt das Projekt Gestalt an. Und zwar nicht nur auf Papier.

Momentan wird hier fleißig gepflastert: Der neue Kümmersbrucker Dorfplatz nimmt Gestalt an.
von Heike Unger Kontakt Profil

"Jetzt kann man sich etwas drunter vorstellen", so kommentiert der Gemeindechef das, was sich momentan im Bereich des künftigen neuen Dorfplatzes tut. In den ersten beiden von drei vorgesehenen Bauabschnitten werden hier rund vier Millionen Euro investiert. Mit "bis zu 60 Prozent" Förderung könne die Gemeinde rechnen. Bei aller Freude darüber räumt Strehl aber auch einen Nachteil ein: In der Bauphase ist hier die wichtige Straße zwischen Krumbach-Brücke und Ärztehaus am Butzenweg teilweise, vorübergehend auch ganz gesperrt, die Durchfahrt also eingeschränkt oder auch gar nicht möglich.

Der neue Dorfplatz wird gepflastert. Bislang war er hier nur eine Straße, künftig soll er auch tatsächlich als Platz genutzt werden, wünscht sich Bürgermeister Roland Strehl. Er könnte sich hier zum Beispiel einen Bauernmarkt vorstellen.

Der Bau von Kanal und Versorgungsleitungen sei inzwischen abgeschlossen, Randsteine und Entwässerung eingebaut, und auch ein Teil asphaltiert. In diesem Bereich wird gerade gepflastert. Eine weitere Asphaltierung in Richtung Butzenweg, hier ohne Pflaster, folgt als nächstes. "Die Wand der Pergola steht auch schon, die Stahlkonstruktion für die Begrünung folgt", informiert Strehl im Gespräch mit der Redaktion. Auch "das Leben am Fluss" spiele eine Rolle bei der Dorfplatz-Neugestaltung, der Krumbach werde mit einbezogen. Ein mehrgeschossiges Gebäude entsteht unter Regie eines Investors, der Wohnungen, eine Tiefgarage und Gewerberäume plant, ebenfalls in diesem Bereich, oberhalb der Metzgerei.

Ein bisschen in Verzug sind die Arbeiten. Das lag daran, dass man beim Kanalbau im Boden auf Felsen gestoßen ist.

Im zweiten Bauabschnitt soll ein weiterer Bau für Wohnungen, "vielleicht auch Dienstleistungen" an der Straße Zu den Linden errichtet werden, blickt Strehl voraus. Er betont dabei ausdrücklich: "Es wird kein Stellplatz wegfallen", wohl wissend, dass die Parkflächen hier wichtig sind. Der neue Platz soll dann künftig auch wirklich als solcher genutzt werden, sagt der Bürgermeister und überlegt laut: "Vielleicht auch als Bauernmarkt. Wir haben schließlich viele Direktvermarkter."

Für die derzeitige Bauphase macht Strehl eine klare Vorgabe: "Bis Ende des Jahres muss die Straße wieder beidseitig befahrbar sein." Eine Vollsperrung für zwei bis drei Wochen werde bis dahin einmal nötig sein, um den neu gestalteten Bereich an die bestehenden Straßen und die Brücke anzuschließen. Momentan sind die Arbeiten laut Strehl etwa einen Monat hinter dem Zeitplan, weil man bei den Erdarbeiten auf Fels gestoßen ist. Der zweite Bauabschnitt soll Anfang April folgen, der dritte, in dem das Umfeld der Kirche neu gestaltet wird, ist ab 2021 geplant. "Wenn alles gut geht und die Umsetzung finanziell möglich ist." Mit dieser Einschränkung verweist Strehl auf erste "dunkle Wolken", die er im Bereich der Konjunktur und damit auch der Gewerbesteuereinnahmen aufziehen sieht.

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