14.05.2019 - 13:25 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Parkplätze werden breiter gemacht

Drei Vorschläge für einer Überplanung des Parkplatzes für Hallenbad und Schule stellte Landschaftsplaner David Neidl dem Gemeinderat vor. Die Zahl der Stellplätze wäre auf über 90 gestiegen. Daraus wird aber erstmal nichts.

Der Parkplatz für Hallenbad und Schule bleibt mehr oder minder wie bisher, abgesehen von diversen Verbesserungen. Landschaftsplaner David Neidl. (links) stellte noch zwei weitere Überplanungen vor und hätte mit einer 90-Grad-Drehung die Parkflächen umgestaltet, stieß aber dabei auf geschlossene Ablehnung im Kümmersbrucker Gemeinderat und Bürgermeister Roland Strehl, Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer und Bauamtsleiter Alexander Greiner (von rechts).
von Autor GFRProfil

"Wir belassen wir es bei der gegenwärtigen Situation, verbreitern die Parkplätze auf 2,70 Meter und vertagen eine endgültige Entscheidung, wenn uns eine detaillierte Planung vorliegt", lautete die einhellige Ansicht des Gremiums in Kümmersbruck. "Der Parkplatz beim Hallenbad ist fast immer gut belegt", so Bürgermeister Roland Strehl, "daher brauchen wir mehr Parkfläche und wenn wir den Pkw- und Busverkehr trennen können, würde das zur Sicherheit unserer Schulkinder beitragen." Zum gegenwärtigen Zustand meinte David Neidl, dass der Belag in die Jahre gekommen und die Wasserableitung mangelhaft sei. Seine Überplanung trenne Bus- und Pkw-Verkehr, gewähre Schulkindern einen sicheren Zugang zur Schule. Neidls Variante B hat 65 Schräg-Stellplätze, Einbahnverkehr sowie eine Einfahrt in den Parkplatz und eine Ausfahrt. Für Kurzparker plante Neidl einige Längsparkplätze. Variante C mit 94 Parkplätzen hat Schräg- und Senkrecht-Parkplätze. Variante D orientiert sich an der aktuellen Parkplatzgestaltung und die will die SPD-Fraktion nur verbessern, nicht „um 90 Grad drehen“, so Josef Flierl.

Birgit Singer-Grimm, Werner Cermak und Josef Vogl plädierten für breitere Stellflächen, „denken wir dabei an Senioren oder Kinder, die Schultaschen mitführen“. Und damit waren 2.70 Meter beschlossen. Senkrechtparkplätze brauchen zum Ein- und Ausparken breitere Straßen, so David Neidl. Grundsätzlich diskutierte der Gemeinderat darüber, ob denn Kinder unbedingt mit dem Pkw zur Schule gefahren werden müssen, aber „unvernünftige Eltern können wir nicht verhindern“, so Hans Hartinger.

Es soll also bei der jetzigen Einteilung des Parkplatzes bleiben, so Roland Strehl. "Wir bessern Schadstellen nach und wir befürworten eine Stellplatzbreite von 2.70 Metern, aber wir wünschen auch, dass unser Planer seine Vorlagen noch einmal überarbeitet."

David Neidl präsentierte auch seine Vorstellungen zu „Bewegung in der Vilsaue“, eine Freizeitfläche an der Vils, etwa im Gebiet zwischen Netto-Markt und Vils. Eine teilweise überdachte Holzterrasse und einige Fitness-Geräte sollen ungezwungenen Freizeitspaß bieten. Hans Graf befürchtete, dass eine Überdachung hier Jugendliche anlocken könne und in der Wohnsiedlung jenseits der Vils werde keiner vom nächtlichen Lärm begeistert sein. Gerade ein Dach biete Jugendlichen an, sich hier zu treffen, so Josef Flierl. Dem hielt Gabi Pilz entgegen, dass Jugendliche sich hier treffen werden. "Mit oder ohne Dach." Wo genau das Holzdeck mit einem Kostenaufwand von gut 80 000 Euro gebaute werde, hänge davon ab, welcher Abstand zum nahen Wasserkraftwerk einzuhalten sei. Mit nur zwei Gegenstimmen fand „Bewegung in der Vilsaue“ die Zustimmung des Kümmersbrucker Gemeinderates.

Zur Kriminalitätsentwicklung und zum Unfallgeschehen im Gemeindebereich Kümmersbruck meinte Bürgermeister Roland Strehl, dass die Polizei im Jahr 2018 223 Verkehrsunfälle, 19 mehr als das Jahr zuvor, aufnehmen musste. Gut die Hälfte davon waren Kleinunfälle mit Sachschaden. Leider habe es laut Strehl auch zwei Verkehrsunfälle gegeben, bei denen Personen tödlich verletzt worden seien. Erfreulich dagegen sei, dass es seit Jahren keine Schulwegunfälle gibt, bei denen Kinder zu Schaden kamen. Angestiegen sei auch die Anzahl der Straftaten insgesamt, aber 80 Prozent davon konnte die Polizei aufklären. Die Straßenkriminalität mit 51 angezeigten Straftaten habe sich zum Vorjahr fast verdoppelt, deutlich zurückgegangen seien Diebstähle, aber Sachbeschädigungen (52) hätten sich gegenüber dem Vorjahr fast vervierfacht. Im Zehn-Jahres-Vergleich liege Kümmersbruck noch im mittleren Bereich, bei Diebstahlsdelikten sogar beim niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Grundsätzlich, so sagte Roland Strehl, könne sich Kümmersbruck als sichere Gemeinde bezeichnen.

Ohne große Diskussion kam der Gemeinderat dem Antrag der Feuerwehr Haselmühl nach und beschloss die Bildung einer Kindergruppe als gemeindliche Einrichtung. Zu einer Bebauungsplanänderung in der Gemeinde Freudenberg wurde Kümmersbruck gehört, wird aber diesem Vorhaben nicht entgegentreten. Josef Flierl (SPD) stört die massenhafte Plakatierung der AfD zur Europawahl. „Wenn man von Legenfeld Richtung Kümmersbruck fährt, könnte man fast annehmen, wir sind eine AfD-Hochburg.“ Die Wahlplakatierung werde man bis zur nächsten Wahl überdenken, so die einhellige Meinung aller Gemeinderäte, vor allem den Abstand der einzelnen Plakate.

Bei der Verbandssitzung des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenkemnather Gruppe fühlt sich Kümmersbruck benachteiligt, hält die bereits beschlossenen Änderungen nicht für erforderlich. Denn die Vilstalgemeinde stellt künftig nur noch einen Verbandsrat, errechnet aus der jährlichen Wasserabnahme von jetzt 40 000 Litern.

Hans Hartinger schlug vor: "Bessern wird unseren Fahrradbahnhof in Theuern mit einer Reparaturstation auf, dort könnten dann kleinere Schäden von den Radlern eigenständig behoben werden."

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