15.09.2019 - 17:25 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Peter Schuller ist neuer Sportkoordinator in Kümmersbruck

Peter Schuller (60), ehemaliger Leistungssportler, ist der neue Kümmersbrucker Sportkoordinator - auch für die Sportcard. Die soll bislang eher weniger Sportbegeisterten "Ü 50" Lust auf mehr Bewegung machen.

Als neuer Sportbeauftragter in Kümmersbruck koordiniert Peter Schuller künftig die Aktionen, die aus einem Modellprojekt mit den Unis Bayreuth und Regensburg entstanden sind.
von Heike Unger Kontakt Profil

Womit mancher Verein große Probleme hat, war in Kümmersbruck kein Drama: Nachdem die Universitäten Bayreuth und Regensburg angekündigt haben, sich nach mehreren Jahren aus dem Kümmersbrucker Sport-Projekt zurückzuziehen, fand sich sofort ein Nachfolger, der die Leitung übernommen hat. Peter Schuller (60), ehemaliger Leistungssportler, ist der neue Kümmersbrucker Sportkoordinator - auch für die Sportcard.

Diese erfolgreiche Aktion werde auf jeden Fall weiterlaufen, kündigt der Kümmersbrucker schon mal an. Die Redaktion hat ihn am Freitag bei der Abnahme des Sportabzeichens im Sportzentrum Kümmersbruck getroffen. Als er von den Verantwortlichen gefragt wurde, ob er sich die Übernahme der Regie bei den Kümmersbrucker Sport-Aktivitäten vorstellen könne, hat er sofort zugesagt. "Das passt für mich wie die Faust aufs Auge", freut sich der vielfältig aktive Sportler und Trainer. Dem ehemaligen Polizeibeamten und verheirateten vierfachen Vater geht es darum, die Aktionen, die die Gemeinde im Modellprojekt mit den beiden Unis ins Leben gerufen hat, fortzuführen, zu koordinieren und auch noch etwas auszubauen.

Er habe "ein gut funktionierendes Programm" vorgefunden, freut sich Schuller und will deshalb auch das Rad nicht neu erfinden. Vorhandenes "weiterführen, stabilisieren" und Beteiligte wie Neuzugänge "motivieren" will er. Speziell für die Über-50-Jährigen, aber künftig nicht nur Männer, sondern auch für Frauen, kündigt er an. Schuller ist selber durch das Yoga-Angebot der Sportcard zum Modellprojekt gestoßen - und hat dabei eine weitere Sportart für sich entdeckt, die er seither regelmäßig betreibt. "Das hat mich so begeistert, dass ich viele andere mitbegeistert habe", blickt er zurück und fragt sich heute: "Warum habe ich eigentlich nicht früher mit Yoga angefangen?"

In diese Richtung, also auch als Motivator, der andere mitzieht, sieht er seine neue Aufgabe als Sportkoordinator in Kümmersbruck. Nicht in Konkurrenz zu den Sportvereinen der Gemeinde, sondern mit ihnen, betont er: Das sei schließlich ein Erfolgsfaktor des Modellprojekts. Auch wenn Schuller selbst ehemaliger Leistungssportler ist - unter anderem als mehrfacher Deutscher Meister im Fünfkampf und im Orientierungslauf, aber auch erfolgreich in Disziplinen wie Skilanglauf, Marathon, Crosslauf und Radrennen: Er will das Kümmersbrucker Bewegungsprogramm nicht leistungsorientiert gestalten, sondern als ein Angebot, um in zunehmendem Alter durch Bewegung etwas für die Gesundheit zu tun.

Deshalb soll es auch die Sportcard weiterhin geben. Allerdings, so lässt Schuller schon mal anklingen, sei die inzwischen auch bei den Ambergern so beliebt, dass man von ihnen künftig wohl einen kleinen Aufpreis verlangen werde: Dieses Angebot sei nämlich immer noch speziell für Kümmersbrucker gedacht und werde auch von der Gemeinde finanziell unterstützt. Weil man aber niemand ausschließen wolle, werde von Nicht-Gemeindebürgern wohl künftig ein etwas höherer Beitrag verlangt.

Mehr über die Kümmersbrucker Sportcard

Kümmersbruck
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.