18.10.2019 - 09:06 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Seniorennetzwerk Kümmersbruck aufgelöst

Beim Zehnjährigen im Jahr 2014 hat Pfarrer Wolfgang Bauer zum Aufbruch für weitere zehn Jahre ermutigt. Daraus jedoch wurden nur fünf. Der Förderverein Seniorennetzwerk Kümmersbruck mit seinen rund 100 Mitgliedern beschloss seine Auflösung.

Zur Auflösungsversammlung traf sich der Vorstand in der Blauen Traube ein letztes Mal mit Bürgermeister Roland Strehl und Seniorenbeauftragter Monika Paintner (links) und Zweiter Vorsitzender Anneliese Horst (rechts).
von Klaus HöglProfil

Zweite Vorsitzende Anneliese Horst hatte die außerordentliche Versammlung einberufen, ein letztes Mal wurde der Kassenstand des Fördervereins bekanntgegeben (aktuell 3133 Euro) eine Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder war erforderlich, um den Beschluss zur Auflösung zur fassen. Das geschah sogar einstimmig. Mit Sabine Dippner, Anneliese Horst und Maria Schönberger wurden drei Liquidatoren gewählt, die die rechtliche Abwicklung vornehmen sollen. Ein herber Verlust für die Kümmersbrucker Senioren, Ersatz in dieser Form wird es wohl nicht geben – Bürgermeister Roland Strehl machte da keine große Hoffnungen. Die Absicht war bei der Gründung (17. November 2004) satzungsmäßig wie folgt bestimmt: „Der Vereinszweck ist die Förderung älterer Menschen und die Begegnung der Generationen in der Gemeinde Kümmersbruck. Zu diesem Zweck erarbeitet der Verein mit allen Trägern und Anbietern seniorenorientierte und generationsübergreifende Maßnahmen."

Der Verein war untrennbar personifiziert mit Carola Dirschka, ein unermüdlicher Motor und Antreiber, ob ihrer sozialen Einstellung auch entsprechend überregional ausgezeichnet. Das Netzwerk war bei der Gründung und Jahre danach die einzige, gut funktionierende und ehrenamtliche Seniorenhilfe in Kümmersbruck, hieß es. Hunderte Veranstaltungen explizit für Senioren haben Carola Dirschka und ihre Rechte Hand Anneliese Horst auf die Beine gestellt. Immer waren bereitwillige Helfer mit dabei. „Information, Angebote vernetzen, seniorenorientiert und generationsübergreifend“ hatte einst Carola Dirschka ihr Credo bekannt gemacht. Daran hat sie sich stets gehalten, in zahlreichen öffentlichen Reden und Sympathiekundgebungen wurden Einsatz und Unentbehrlichkeit des Seniorennetzwerks herausgehoben, war in der Versammlung zu hören. Das Ende indes hat sich schon vor Monaten abhgezeichnet, als Carola Dirschka aus privaten Gründen ihren Wohnsitz nach Neumarkt verlegt hat. Von da an bröckelte es, hieß es. Auch der Zweiten Vorsitzenden Anneliese Horst war es nicht möglich, in Dirschkas große Fußstapfen zu treten, niemand fand sich offenbar, um das Seniorennetzwerk an verantwortlicher Stelle weiterzuführen.

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