11.11.2018 - 12:24 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Seniorenwohnpark Kümmersbruck: Der Anfang ist gemacht

"Damit ist heuer der große Wurf gelungen": Bürgermeister Roland Strehls Begeisterung gilt dem Großprojekt Seniorenwohnpark Am Rathaus. Doch nicht nur darum ging es im Seniorenforum.

Manfred Sulima (rechts) gehörte zu den Referenten im Seniorenforum. Bürgermeister Roland Strehl (links daneben sitzend) und Barbara Hernes (Dritte von rechts) berichteten ebenfalls Neues.
von Klaus HöglProfil

Interesse gibt es auf beiden Seiten: Kümmersbruck möchte als zweitgrößte Gemeinde im Landkreis ständig ein Ohr bei den Senioren haben - und die wollen im Gegenzug auf dem Laufenden gehalten werden. Daraus entstanden ist das Kümmersbrucker Seniorenforum, jetzt zum elften Mal veranstaltet und, wie immer, in einem voll besetzten Saal im Sportzentrum.

Obligatorisch berichtet der Bürgermeister hier über die Seniorenpolitik in der Gemeinde. Aus dem Seniorenbeirat berichteten Manfred Sulima und Anneliese Breitkopf. Neues gab es zu hören von Barbara Hernes, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald.

Zu Kauf und Miete

Andrea Motzel, die Leiterin des AWO-Seniorenheims, und Bürgermeister Roland Strehl sprachen das Großprojekt Seniorenwohnpark Am Rathaus an. Zwischen Rathaus und AWO-Seniorenheim an der Zeilenstraße soll ein Wohnpark entstehen. Drei Wohnblöcke sollen das Kernstück sein. Zwei davon bauen Investoren, um die Senioren-Appartements dann zu verkaufen oder zu vermieten. Einen weiteren Block (ausschließlich Mietwohnungen) errichtet die Gemeinde über den sozialen Wohnungsbau. Die Einfahrt soll an der Schulstraße sein. Den Wohnpark zusätzlich attraktiv machen sollen Geschäfte, die sich laut Strehl schon in Stellung bringen sollten.

Im Oktober wurde das Projekt auf den Weg gebracht, derzeit haben die Träger öffentlicher Belange das Wort. Der weitere Zeitplan: In einem halben Jahr sollte Baurecht vorliegen, Mitte oder Ende 2019 der Straßenbau beginnen. Einzug wäre dann 2021. Als großen Vorteil sehen es die Verantwortlichen, dass die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als direkter Anrainer Interesse hat, sich am Seniorenwohnpark zu beteiligen.

Heimsanierung steht an

Für die Seniorenarbeit der Zukunft müsste laut AWO-Heimleiterin Andrea Motzel der schon spürbare Fachkräftemangel behoben werden. Das wäre leichter, wenn zum Beispiel potenziellen Angestellten eine Kinderbetreuung (Kita) zur Verfügung stünde - ein Vorschlag für den geplanten Seniorenwohnpark nebenan. Generationsübergreifendes Wohnen, Tagespflege und hauswirtschaftliche Dienstleistungen in Verbindung mit dem ambulanten Dienst waren weitere Themen. Das AWO-Heim mit seinen derzeit 76 Doppel- und 26 Einzelzimmern (Belegung: 85 Senioren) müsste mittelfristig ohnehin saniert werden. Roland Strehl und Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer verdeutlichten mit einem Bauplan, was entstehen soll. Zum Status quo sagte Strehl, um die Kümmersbrucker Senioren sei es "gut bestellt", auch dank des Seniorennetzwerks und vieler Vereine, die sich hier engagieren. In einem Bereich, der laut Strehl angesichts der demografischen Entwicklung immer größere Bedeutung gewinnen werde.

Auch einen ersten Blick auf laufende Planungen für den Seniorenwohnpark bekamen die Teilnehmer beim Seniorenforum.
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