29.04.2020 - 11:09 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Spatenstich für Skatepark und Jugendtreff in Kümmersbruck

Zur Olympiade 2021 in Tokio wird’s nicht mehr reichen, aber mit dem Training beginnen können die Inliner-, Longboard-, Scooter- oder BMX-Freaks wohl schon im August dieses Jahres. Dann nämlich soll der Skatepark Kümmersbruck fertig sein.

Der Spatenstich zum neuen Skatepark plus Jugendtreff Kümmersbruck fand coronabedingt in "lockerer Runde" statt.
von Klaus HöglProfil

Idealerweise wird gleich daneben mit einem in sechs Containern untergebrachten offenen Jugendtreff das Projekt ergänzt. Der Spatenstich zu beiden Objekten fand hinter dem Sportzentrum beim TSV statt. Ein Motor wird auf der Anlage nicht zu hören sein, gleichwohl hat es mit Bürgermeister, Verwaltung, dem Gemeinderat und insonderheit Jugendpflegerin Helena Schubert gleich mehrere leistungsstarke „Motoren“ gegeben. Denn ein offener Jugendtreff zum einen, eine Skateanlage in Kümmersbruck zum anderen – das stand gut 15 Jahre lang auf der Agenda der Heranwachsenden. Zustande gekommen ist das Projekt, aus vielschichtigen Gründen, nie. Ein passender Standort war lange nicht zu finden, der politische Wille im Gemeinderat schien ebenfalls nicht ausgeprägt genug gewesen zu sein – mittlerweile hat sich das geändert.

„Auf vielfachen Wunsch von Jugendlichen“ sagte Jugendpflegerin Helena Schubert, habe sie praktisch seit 2018 bei der Gemeinde kräftig mit angeschoben. Im Januar 2020 erfolgten die diversen Beschlüsse im Gemeinderat, nach Absprache mit der Pächterin im Sportzentrum, dem TC Kümmersbruck (wegen Lärmschutz) ging es nun an den Spaten. Der federführende Architekt Manfred Steininger war dabei, vom Bauamt Alexander Greiner, vom gemeindlichen Bauhof Richard Eckl und Michael Pollok, die beiden Jugendbeauftragten Gabi Pilz und Karola Hirsch, schließlich von der ausführenden Baufirma Good Great Construction aus Regensburg, Steve Werner. Der gemeindliche Bauhof ist mittlerweile mit den Vorarbeiten schon gut vorangekommen.

Bürgermeister Roland Strehl hat die Kosten für die Skateanlage mit 80 000 Euro beziffert, plus 6000 Euro Lärmschutz und 25 000 Baumeisterarbeiten. „Die Nutzung der Anlage sieht vor, dass sich Sportler und Interessierte jeden Alters hier tagsüber ausprobieren können“, bekundete Helena Schubert beim Spatenstich.

Was den daneben entstehenden Jugendtreff angehe, so hat Strehl heraus gestellt, dass „Bedarf für einen offenen Jugendtreff schon lange vorhanden ist“. Das Raumangebot sei bis dato der große Hemmschuh gewesen, nicht funktionierende Übergangslösungen seien im Raum gestanden. Strehl: "Das unrühmliche Ende eines Vorgängermodells hat schließlich zu der Vorgabe geführt, dass der Betrieb des offenen Jugendtreffs wohl nur unter Aufsicht erfolgen kann." „Eine pädagogische Fachkraft der gemeindlichen Jugendpflege wird den Jugendtreff begleiten“, bekundete Helena Schubert. Will heißen: Die Jugendlichen können innerhalb der Öffnungszeiten im Jugendtreff ihre Freizeit selbstbestimmt – aber im Rahmen von Regeln – gestalten. Gültig ist das Jugendschutzgesetz. Gemeindliche Jugendpflegerin und Gemeinde seien „von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dieser Begegnungsstätte überzeugt“ hieß es. Nach momentanen Schätzungen sind für den Jugendtreff in den sechs Containern (inklusive WC) rund 60 000 Euro aufzuwenden plus Fundamentierung. Für beide Projekte, Skatepark und Jugendtreff, sind vom Landkreis Fördermittel in Höhe von 20 000 Euro zu erwarten, war zu hören.

Jugendpflegerin Helena Schubert machte sich seit langem für das Projekt stark.
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Skatepark und offener Jugendtreff

"Der Skatepark und offene Jugendtreff in Kombination ist ein langfristiges und bedarfsgerechtes Projekt“ hieß es beim Spatenstich. Sven Werner von der Spezialfirma Good Great Construction aus Regensburg erläuterte, dass der Skatepark auf einer rund 500 Quadratmeter großen, versiegelten Fläche gebaut wird. Er wird vor Ort aus Beton geformt erklärten Architekt Steininger und Steve Werner. Beton sorge für eine relativ leise und somit anwohnerfreundliche Nutzung. Vielseitig konzipiert sei die Anlage, so dass sie Anfängern auch auch Fortgeschrittenen dienen kann.

„Von der Terrasse des Jugendtreffs aus lassen sich die Sportler einmal gut beobachten“, ist sich Helena Schubert sicher. Für den Jugendtreff - dafür werden rund 100 Quadratmeter zur Verfügung stehen - soll gelten, dass es sich um kostenlose, freiwillige und zwanglose Angebote handelt. Gut vorstellbar seien besonderen Aktionen schon in den kommenden Sommerferien – wenn die Coronakrise das zulasse. Es bestünde, hieß es, die Überlegung, dass der Jugendtreff auch für Vereine, Gruppenstunden, Schulungen herangezogen werden könne.

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