24.05.2019 - 14:27 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Vereine freuen sich über Geld von der Gemeinde Kümmersbruck

Fünf Vereine aus Kümmersbruck haben Anträge an die Gemeinde gestellt, weil sie finanzielle Zuschüsse für ihre Arbeit brauchen. Der Hauptausschuss lässt am Ende keinen von ihnen leer ausgehen.

2. Bürgermeisterin Birgit Singer Grimm leitete in Abwesenheit von Roland Strehl die Sitzung des Haupt- Finanz und Werkausschusses, neu dabei für die Kämmerei Lisa Hirsch. Von links: WEK-Leiter Günter Karzmarczyk, Lisa Hirsch und Kämmerer Reinhold Wagner, Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer, Birgit Singer-Grimm, 3. Bürgermeister Hubert Blödt
von Klaus HöglProfil

Ohne Diskussionen ging es in der letzten Sitzung des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses zwar nicht, doch letztendlich konnten sich alle fünf Vereine, die sich mit der Bitte um einen Zuschuss an die Gemeinde gewandt hatten, einen positiven Bescheid bekommen. 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm leitete diesmal die Sitzung, mit dabei war erstmals für die Kämmerei Lisa Hirsch neben Reinhold Wagner. Günther Karzmarczyk legte den Jahresabschluss 2017 des Eigenbetriebes Wasser und Energie Kümmersbruck (WEK) vor.

Die fünf Vereine und Einrichtungen haben wegen diverser Baumaßnahmen um die Unterstützung der Gemeinde gebeten, darunter die SG 1922 Theuern. Die Schützen haben im Januar dieses Jahres einen Investitionszuschuss für den Dachausbau beantragt. Die Arbeiten selbst hat die Schützengesellschaft ausschließlich in Eigenleistung erbracht, lediglich die Materialkosten von 2061,31 Euro wurden in Rechnung gestellt. Einstimmig hat der Hauptausschuss die übliche gemeindliche Förderung in Höhe von 15 Prozent zugesagt, das sind 309,19 Euro.

Viel Geld für Festplatz

Nicht ganz so glatt lief es beim Antrag der SV Köfering für die Befestigung seines Festplatzes und die LED-Erweiterung am Sportplatz. Laut Verein fallen beim Festplatz allein an Materialkosten rund 27 000 Euro an. Alle anderen Kosten würde der SV Köfering in Eigenleistung erbringen, hieß es im Antrag - analog dem Festplatz in Kümmersbruck Am Wäldchen. Die Materialkosten, so rechneten die Köferinger vor, hätten in Kümmersbruck seinerzeit 16 545 Euro betragen. Die hohen Mehrkosten bei der für Köfering vorgelegten Schätzung seien im Preis für Schotter und Splitt begründet.

Dafür veranschlagt der Sportverein zusätzliche 11 000 Euro. Viel Geld für eine Festplatzversiegelung, so die Meinung im Ausschuss, wobei der Platz wohl nur einmal jährlich gebraucht werde, hieß es seitens des Gremiums kritisierend. Das Verhältnis Nutzen und Kosten stünde in keinem Verhältnis. Die Verwaltung hat deshalb vorgeschlagen, die Materialkosten für die Befestigung des Festplatzes zu übernehmen. Aber: Die Bauverwaltung wird noch einmal die Kosten für die Tragschicht ermitteln und eventuell neue Angebote für Schotter und Splitt sowie Pflaster einholen. Der Ausschuss stimmte zu, jedoch nicht einstimmig.

Der Antrag der Köferinger Sportler auf einen Zuschuss für die LED-Strahler hatte im Gegensatz dazu keine Hürden zu übersteigen. Bereits im September 2018 war dem Verein eine Förderung der Maßnahme "Umstellung LED-Strahler Flutlicht" durch die Gemeinde in Höhe von maximal 700 Euro bei 4600 Euro förderfähigen Kosten in Aussicht gestellt worden. Der SV Köfering hat für die Maßnahme nun Rechnungen über insgesamt 7448,22 Euro vorgelegt, die gemeindliche Förderung beträgt somit 1117,23 Euro. Einstimmigkeit lag vor.

Gleiches Recht für alle

Mit Schreiben vom 4. Februar hat die Feuerwehr Kümmersbruck einen Antrag auf Übernahme der Kosten für eine elektronische Schließanlage gestellt, die der Verein 2017 bereits beschafft hat. Als Begründung wurde angeführt, die Gemeinde habe damals aufgrund der Kostenentwicklung bei der Erstellung des Feuerwehrhauses diese eingespart. Daraufhin habe die Feuerwehr Kümmersbruck die 4008,18 Euro selbst übernommen.

Nachdem aber mittlerweile in anderen Liegenschaften der Gemeinde Kümmersbruck elektronische Schließzylinder verbaut worden seien - man führte als Beispiel das Feuerwehrhaus in Haselmühl an - hat die Feuerwehr jetzt um nachträgliche Übernahme der Kosten gebeten. "Ist das unbedingt notwendig", wurden Bedenken aus dem Gremium laut, gleichwohl: Aus Gründen der Gleichbehandlung" müsse man wohl die Kosten für den damaligen Einbau der Schließanlage übernehmen und an die Feuerwehr Kümmersbruck ausbezahlen, war der Tenor im Hauptausschuss und die Meinung von 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm und 3. Bürgermeister Hubert Blödt.

Zuschuss für die Kirchen

Mit einer Gegenstimme wurde ein Antrag der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius und St. Wolfgang Kümmersbruck genehmigt. Die Kirchenverwaltung hat um Bezuschussung der Renovierungsarbeiten für die Filialkirchen von Köfering und Penkhof gebeten und entsprechende Rechnungen vorgelegt. Die Gesamtausgaben für die Kirche in Köfering beliefen sich demnach auf 10 841,55 Euro, die für die Renovierung in Penkhof wurden mit 6185,62 Euro beziffert. "Nachdem ja die Kirchen zum Ortsbild der Gemeinde gehören und nur begrenzte Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, wären wir als Kirchenstiftung dankbar, wenn vonseiten der Gemeinde eine Bezuschussung möglich wäre", begründete diese ihren Antrag. Die Bitte wurde dann gewährt, die Kirchenverwaltung kann mit 15 Prozent gemeindlichen Zuschuss rechnen.

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