06.07.2021 - 12:30 Uhr
KulmainOberpfalz

Bio und Öko quer durchs Kemnather Land

Die Radtour durchs Kemnather Land hatte weniger einen sportlichen Hintergrund. Die Teilnehmer sollten vielmehr die Natur und die Vielfalt bei Bio-Lebensmitteln, deren Hersteller und die Produktionsweisen kennenlernen.

Projektleiterin Elisabeth Waldeck sowie Projektmanager Günther Erhardt (von rechts) sowie Bürgermeister Günter Kopp (Sechster von links) hießen die Radltourteilnehmer beim Start in Kulmain willkommen.
von Arnold KochProfil

Die Öko-Modellregion Steinwald und die Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth haben sich zusammengetan. Unter dem Motto "Bio Bewegt" hatten sie am Samstag zu einer Radtour nach Kulmain eingeladen.

16 Radler aus dem gesamten Landkreis nutzten das Angebot, nicht nur das Kemnather Land sondern auch die Öko-Angebote in diesem Teil der Öko-Modellregion kennenzulernen und dafür Werbung zu machen. Nach der Begrüßung durch Kulmains Bürgermeister Günter Kopp, Projektleiterin Elisabeth Waldeck sowie Projektmanager Günther Erhardt hörten die Teilnehmer bei der Einführung, dass in der Öko-Modellregion Steinwald seit jeher großer Wert darauf gelegt werde, die Menschen für eine biologische Produktionsweise und Bio-Lebensmittel zu sensibilisieren.

Der bewusste Verbraucher greife immer öfter zu Bio-Produkten oder kaufe direkt beim Öko-Bauern ein. Damit entscheide er sich für den biologisch ausgerichteten Landbau und die damit ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel erzeugten Lebensmittel.

Kundenvertrauen schaffen

In Bio-Betrieben werde außerdem auf Gen-Technik verzichtet, den Tieren stünden vorgegebene Mindestflächen und Zugang nach draußen zur Verfügung. Sämtliche Erzeugungs- und Verarbeitungsschritte werden durch unabhängige Öko-Kontrollstellen regelmäßig überprüft und zertifiziert, um Kundenvertrauen zu schaffen, führten die Redner aus.

Die geführte Radlergruppe startete zunächst zum Bio-Bauernhof von Stefan Koschta in Unterwappenöst. Der Landwirt stellte seinen Bio-Milchvieh- und Bullenmastbetrieb vor. Beeindruckt waren die Radler vom großzügigen Außenklimastall, der artgerechten Viehhaltung und dem Anbau von Biokümmel, der zur eigenen Herstellung von Kümmelschnaps verwendet wird. Im extra aufgebauten Selbstbedienungshäuschen an der Hofeinfahrt konnten Eier, Kartoffeln, Gewürzkümmel gekauft und ein Stamperl Bio-Kümmelschnaps gekostet werden.

Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler begleitete anschließend die Gruppe per Rad zur nächsten Besichtigung nach Kemnath. Dort zeigte er ihnen mit Stadtgärtner Florian Frank im Seeleitenpark die angelegten Blühflächen und deren Pflege, die die Artenvielfalt in der Kommune und Biodiversität unterstützt.

Bio-Burger für Gäste

Die Familie Brunner betreibt auf ihrem Hof in Eisersdorf Bio-Mutterkuhhaltung der Rasse Limousin in ganzjähriger Freilandhaltung und bietet im Hofladen eigene Erzeugnisse an. Die Familie grillte leckere Bio-Burger, Hans Brunner und Tochter Kathrin führten zur Mutterkuhherde in ganzjähriger Freilandhaltung.

Nach dem Mittagstisch bewältigte die Gruppe den großen Anstieg zur Ortschaft Erdenweis unterhalb des 731 Meter hohen Armesbergs. Der Demeter-Hof von Johannes Dötterl betreibt Milchviehhaltung mit behornten Kühen, stellt eigene Nudeln aus selbst angebautem Dinkelmehl her und bietet Eier aus dem eigenen Hühnerstall an. Die Teilnehmenden hörten Interessantes über die betriebliche Heutrocknung für die Milchviehfütterung, schnupperte am frischen Futterheu und kauften im Hofladen ein.

Auch rund um Ebnath war eine Radlergruppe unterwegs

Ebnath

Natürlich gehörte mancher Zwischenstopp an Aussichtspunkten zum Tourprogramm, bei denen man das sonnige Wetter und die herrliche Aussicht Richtung Steinwald, Kösseine und Rauhen Kulm genoss. Die Radtour führte die Teilnehmer mit dem Wunsch auf Wiederholung schließlich zum Ausgangspunkt zurück.

 

 

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