05.06.2020 - 12:18 Uhr
KulmainOberpfalz

Dreifaltigkeitsfest fällt aus

Die Armesbergkirche muss auch am Patrozinium geschlossen bleiben. Die Wallfahrer aus der Region müssen am Wochenende zu Hause bleiben.

Restaurator Karl Jobst bei der Arbeit
von Externer BeitragProfil

Es war fest in den Terminplänen für das Wochenende verankert, das Dreifaltigkeitsfest auf dem Armesberg. Die staatlichen und kirchlichen Vorgaben zum Infektionsschutz führten zur Absage des Patroziniums.

Wie es seit vielen Jahren schon Tradition ist, so wollten auch in diesem Jahr Wallfahrergruppen aus Ebnath, Waldeck und Zessau sowie der ganzen Region betend und singend zum Armesberg pilgern, hier gemeinsam Gottesdienst feiern und vor dem Rückweg auch eine kleine leibliche Stärkung zu sich nehmen.

Aber leider war die Pfarrei Kulmain unter Berücksichtigung der örtlichen Situation gezwungen, in diesem Jahr das Fest zum Patrozinium der Armesbergkirche abzusagen. Die kleine Kirche, in der wegen der Abstandsregeln nur etwa zehn Besucher Platz gefunden hätten und die erfahrungsgemäß große Schar von Pilgern und Besuchern ließen es nicht zu, einen den Infektionsschutzvorgaben gerecht werdenden Ablauf sicherzustellen. Der Kulmainer Pfarrer Markus Bruckner bedauert das sehr, hat aber die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass eventuell zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr noch Gottesdienste auf dem Berg gefeiert werden können.

Nachdem die geplante Armesbergsaison mit sonntäglichen Messen und Kreuzwegandachten bisher nicht starten konnte, hat die Kirchenverwaltung Kulmain die Zeit genutzt um kleinere Restaurierungen an der Ausstattung der Kirche und Verbesserungen am Umfeld vorzunehmen. Franz Griener, der sich seit vielen Jahren liebevoll und sorgfältig um die Pflege und Instandhaltung der Außenanlagen und Aufgänge kümmert, hat zusammen mit seinem Bruder Heribert und mit Josef Gößner Verbesserungen an den Wegen und auch im Inneren der Kirche vorgenommen. So wurden die Fugen des Granitpflasters um die Kirche und bei den Treppenpodesten von Moos befreit und neu verfugt. Die Rutschgefahr ist jetzt gebannt. Das Fugenmaterial hat dankenswerterweise die Asphaltmischanlage der Firma Markgraf, gewissermaßen ein Nachbar des Armesberges, kostenlos zur Verfügung gestellt.

Kirche und Corona: So sieht es anderenorts aus.

Waldeck bei Kemnath

Die drei Männer haben auch die zwei Lüftungsgitter in der Kirchendecke mit Sichtblenden versehen. Der Restaurator Karl Jobst aus Hemau hat diese Blenden farblich an die Deckenfarbe angepasst und kleinere Schäden an Bildern, am Ambo und am Altar behoben. Jobst war schon vor nun genau 20 Jahren für die damalige Generalrestaurierung des Kircheninneren verantwortlich und hat seit damals eine emotional enge Verbindung zum Armesberg mit der Kirche. Der Kulmainer Pfarrer Markus Bruckner und Kirchenpfleger Albert Sollfrank sind froh und dankbar, dass die bauliche Substanz der Armesbergkirche und deren Umfeld dank der Handwerskunst von Karl Jobst sowie dank des unermüdlichen Einsatzes von Ehrenamtlichen wie Franz Griener und seiner Helfer in einem hervorragenden Zustand sind. Jetzt gilt es abzuwarten und zu hoffen, dass bald wieder Gottesdienste „auf dem Berg“ möglich werden.

Die Armesbergkirche muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Infektionsschutz geht vor christlicher Tradition.
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