Kulmain
07.03.2019 - 13:54 Uhr

Ein Fest am Aschermittwoch

Auch in Kemnath feiern die Gläubigen Aschermittwoch.

„Bedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ sagten Amschl und Gößl, als sie das Aschenkreuz auf die Stirn der Kinder und ihrer Eltern zeichneten. Bild: jzk
„Bedenke, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ sagten Amschl und Gößl, als sie das Aschenkreuz auf die Stirn der Kinder und ihrer Eltern zeichneten.

„Gestern noch Helau und Alaaf und heute nichts mehr, die Faschingstage sind vorbei“ sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl bei der Begrüßung zur Fastenandacht der Kinder in der Stadtpfarrkirche. Zuvor hatte Josef Zaglmann auf der Orgel das Lied „Wir feiern heut ein Fest“ intoniert. „Dieses fröhliche Lied hätte in der Karnevalszeit bestimmt besser gepasst“ lautete ein Einwand.

Aber Gemeindereferent Jochen Gößl war der Meinung, dass es heute doch passt. „Der Aschermittwoch ist kein trauriger Tag, die Freude bleibt ja, nur nur der Karnevalsspaß ist vorbei“ gab er zu bedenken. „Alles ist wichtig, die laute Freude des Karneval und auch eine ruhige Fastenzeit“ betonte Amschl. Jesus hat der Vergänglichkeit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit dem Aschermittwoch könne ein Weg durch die Fastenzeit auf Ostern hin begonnen werden. „Als Christen wissen wir, dass nicht alles ein Ende hat, denn Gott liebt uns immer, auch über den Tod hinaus“, betonte der Geistliche, „mit Jesus können wir immer leben und feiern.“

Von unseren Karnevalssachen bleibt nur Asche übrig. Diese Asche erinnert uns an das Ende. Aber sie erinnert uns gleichzeitig daran, dass etwas Neues beginnt. „Jetzt wollen wir die Zeichen für den Karneval und den Spaß verbrennen“ erklärte Gößl, als er mit einigen Kindern vor dem Volksaltar Luftschlangen und Papiermasken verbrannte.

„Die Asche erinnert uns daran, dass alles einmal vergeht, aber mit Jesus dürfen wir leben und ewig feiern“ sagte Konrad Amschl, als er die Asche segnete.

„Wir malen uns mit der Asche ein Kreuz auf die Stirn, ein Zeichen, dass wir wissen, dass alles einmal vergeht, aber auch als Zeichen, dass nicht alles vorbei ist“ erklärte er in einer kurzen Ansprache nach dem Evangelium.

Andächtig traten alle Kinder mit ihren Angehörigen zur Aschenauflegung vor den Volksaltar. „Jeder soll überlegen, wie er persönlich seinen Weg durch die Fastenzeit gestalten will“ schlug Jochen Gößl vor. „Mit den Augen, den Ohren dem Mund, den Händen und den Füßen fasten“ waren Möglichkeiten, die die Buben und Mädchen herausfanden. Andächtig beteten alle gemeinsam das Vater unser.

Mit dem Segen und dem Lied „Mir nach, spricht Christus, unser Herr“ endete die besinnliche Fastenandacht für Kinder. Um 19 Uhr zelebrierte Pfarrer Konrad Amschl einen Gottesdienst mit Aschenauflegung für die Erwachsenen.

 
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