28.06.2020 - 14:06 Uhr
KulmainOberpfalz

Friedhofsgebäude in Kulmain weiter eine Baustelle

Vier Stunden war der Bauausschuss bei seiner Sitzung unterwegs, um Probleme zu lösen oder anstehende Projekte zu verwirklichen. Von A wie Abwasser bis Z wie Zuwegung gab es viel Diskussionsstoff.

Einen ausgiebigen Blick warf der Bauausschuss auf die Gestaltung des Umfeldes rund um das alte Feuerwehrhaus. Die verstümmelte Birke am Bach sieht nicht nur unschön aus, sie steht auch dem Bauhof bei den Räumungsarbeiten des Baches im Wege.
von Bernhard KreuzerProfil

Unter der Leitung von Bürgermeister Günter Kopp wurden etliche Entscheidungen gefällt. Albert Sollfrank, Bauhof-Teamleiter und Klärwärter Otto Schroll sowie Wassermeister Tobias Schroll informierten die Kommunalpolitiker umfassend. Geschäftsleiterin Kathrin König hatte bei den Begehungen viel zu protokollieren.

Friedhofshalle

In Kulmain galt als erstes der Friedhofshalle das Augenmerk. Das Dach und die Fundamente sind bereits saniert. Nun sollen die sichtbaren Haarrisse an den Außenmauern des Gebäudes beseitigt werden. Es gab auch Überlegungen zu den schadhaften Fenstern. Offen ist auch noch, ob eine Rampe oder das Anheben des Pflasters den Eingang leichter barrierefrei machen kann. Bürgermeister Günter Kopp will der Innensanierung erst einmal Vorrang einräumen. Bei der Strom- und Sanitärversorgung soll ein externer Fachmann eingeschaltet werden.

Nicht einladend empfand der Bauausschuss die Tür zum Keller mit dem rund acht Quadratmeter großen Lagerraum. Nach ein paar Jahren weist der Verputz an der Friedhofsmauer am Eingang sichtbare Schäden auf. Er soll wieder abgeschlagen und die Mauer verfugt werden. Positiv stand der Bauausschuss dem Vorschlag gegenüber, eine zusätzliche Wasserentnahmestelle unter den Bäumen westlich des Friedhofsgebäudes anzulegen.

Es soll nun ein Leistungsverzeichnis für die anstehenden Arbeiten erstellt und ein Fachmann für die notwendigen Elektro- und Sanitärarbeiten zur Rate gezogen werden, beschloss der Bauausschuss.

Das alte Feuerwehrhaus

Für die Gestaltung des Umfeldes des alten Feuerwehrhauses mit Grünanlagen und einer „Kulturhaltestelle“ fasste der Bauausschuss mehrere Beschlüsse. Ziel ist es nun, so schnell wie möglich das Ausschreibungsverfahren in Gang zu setzen. Allerdings sind dazu noch einige Fragen zu klären.

Die „Kulturhaltestelle“ wird auf jeden Fall in der verkleinerten Ausführung von 6 mal 3,5 Metern auf Stelen erstellt. Der dazugehörige Raum erhält einen Strom-, aber keinen Wasseranschluss. Zudem beschloss das Gremium ein behindertengerechtes Betonsteinpflaster für die Ausgestaltung. Auf die Vor- und Nachteile verschiedener Granitpflaster und den damit verbundenen Quadratmeterpreis hatte Albert Sollfrank zuvor verwiesen. Gebrochene, gesägte und gestockte Mustersteine hatte er dazu im Kofferraum seines Autos mitgebracht.

Eine Grünzunge zwischen den großen und kleinen Toren des Gerätehauses wird die Fläche auflockern und gleichzeitig den Höhenunterschied modellieren. Für die Holztore und Außentüre wünschten sich die Bauausschussmitglieder einen Spritzschutz.

Nicht höher als einen Meter soll die Hecke hinter dem ehemaligen Gerätehaus zum Erlbach hin werden. Sie dient der Absturzsicherheit und darf gleichzeitig die Pflegearbeiten des Gewässers nicht behindern. Um dies zu bewerkstelligen, wird auch die oft im Kronenbereich kräftig zurückgeschnittene und unnatürlich wirkende Birke entfernt. Die Entscheidungen sollen im Planentwurf der „ost 3 architekten“ aus Regensburg angepasst werden.

Probleme mit Regenwasser

Kräftige Regengüsse und viel Schmelzwasser gefährden in Erdenweis und Altensteinreuth immer wieder den Verkehr. Auf Anhieb sind die Probleme nicht zu lösen. Zu diesem Ergebnis kam der Bauausschuss bei der Besichtigung. Die Gemeinde könne die Überflutungen in Erdenweis nicht alleine lösen, meinte das Gremium. Wie Bürgermeister Kopp erläuterte, kann das vorhandene Kanalsystem bei großen Niederschlägen die Fluten nicht mehr aufnehmen. Sie schießen weiter bergab durch den Ort. Große Schwierigkeiten bereitet dort das Sturzwasser den Anwohnern. Nur schwer ist es von den Häusern und Außenräumen fern zu halten.

Der Bauausschuss vertrat einstimmig den Standpunkt, dass das Wasser abgeleitet werden muss, was aber nicht unkontrolliert geschehen solle. An anderer Stelle könnte es dann zu neuen Problemen führen. Eine kurzfristige Lösung sah das Gremium nicht. Mit dem Wasserwirtschaftsamt und weiteren Fachbehörden will die Gemeinde eine Lösung suchen.

Gullys im Blickpunkt

Gleichzeitig mit eingebunden werden sollen vergleichbare Situationen in Altensteinreuth. Hier nahm der Bauausschuss den in einer Mulde sitzenden Gully bei der Einmündung des Paintweges in die Dorfstraße unter die Lupe. „Der Gully ist nicht der tiefste Punkt“, war das Urteil. Folge ist, dass das Wasser stehen bleibt, sich eine Pfütze bildet und im Winter für Glatteis sorgt. Den Auftrag, die Situation bei Regen zu dokumentieren, nahm Albert Sollfrank an. Ziel ist es, entsprechend dem Ergebnis, den Gully tiefer zu setzen und zu vergrößern.

Eine Lösung gegen Überflutungen hofft der Ausschuss bei einem beanstandeten Gully im Bergweg zu finden. Als ersten Schritt wird der Bauhof durch einen zusätzlichen Dreizeiler den Abfluss verbessern. Die Anlieger wurden gleichzeitig gebeten, die Freiheit des Gullys zu gewährleisten.

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