16.03.2020 - 16:23 Uhr
KulmainOberpfalz

FWG und Bürgerliste legen deutlich zu

Die Kulmainer Freien Wähler holen sich bei der Kommunalwahl einen weiteren Sitz im Gemeinderat von der CSU. SPD und Bürgerliste halten ihre Mandate.

Stefan Vetter (FWG).
von Arnold KochProfil

Auch nach der Gemeinderatswahl bleibt die CSU mit 37,5 Prozent zwar weiterhin stärkste Partei, muss jedoch einen Sitz im künftigen Gremium an die Freien Wähler (FWG) abgeben. Diese erreichten 27,3, die CSU-nahe Bürgerliste 24,2 und die SPD 11 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Die CSU kam auf 11 746, die FWG auf 8566, die Bürgerliste auf 7602 und die SPD auf 3446 Stimmen.

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: CSU: 5 Sitze (-1), FWG: 4 Sitze (+1), Bürgerliste; 3 Sitze, SPD: 2 Sitze. Von 1816 Stimmberechtigten nutzten 1269 ihr Wahlrecht.

Der CSU-Ortsverband wird in den nächsten sechs Jahren von Albert Sollfrank, Josef Gößner, Tobias Schroll, Josef Scherm und Josef Popp vertreten. Mit 1061 Stimmen vereinigte Sollfrank hinter dem wiedergewählten Bürgermeister Günter Kopp (1428) die meisten Stimmen auf sich. Neuling Tobias Schroll kam auf starke 795, Josef Gößner auf 751 und Josef Scherm auf 596 Stimmen. Den größten Sprung machte JU-Vorsitzender Georg Redl junior mit 753 Stimmen vom 26. auf den 4. Platz. Aufgrund seiner Beschäftigung als Verwaltungsangestellter im Rathaus kann er jedoch sein Mandat nicht annehmen. Josef Scherm nimmt seinen Platz in der 14-er-Runde ein.

Erster Nachrücker ist Michael Reindl (516). Nicht mehr im Gemeinderat vertreten sein werden Dietmar Scherer und Florian Bayer. Letzterer kandidierte nicht mehr. Scherer (485) fiel vom 6. auf den 10. Listenplatz zurück. Die Gesamtzahl der erreichten CSU-Stimmen fiel von 12 126 (2014) auf 11 746.

Ein steter Generationswechsel und Stimmenzuwachs gelang den Freien Wählern, die 8566 Stimmen und damit 27,2 Prozent auf sich vereinigen konnten und damit das zweitstärkste Wahlergebnis einfuhren. Die Gemeinderäte Bianca Greger (1067 Stimmen) und FWG-Vorsitzender Harald Tretter (1333) erhielten den meisten Zuspruch für ihre Wählergruppierung.

Neu in der künftigen FWG-Fraktion sind Manuel Griener (671) aus Kulmain und Stefan Vetter (588) aus Witzlasreuth. Gegenüber 2014 stieg die erreichte Stimmenzahl deutlich von 7096 auf 8566. Erster Nachrücker ist Daniel Deubzer (564) aus Kulmain. Günter Bäte stellte sich als noch amtierender Dritter Bürgermeister nicht mehr zur Wahl.

Auch die Bürgerliste (BL) legte mit einer Steigerung von 6494 Stimmen in 2014 auf 7602 Voten ebenfalls deutlich zu. Mit Otto Schroll (1032), Gerd Schönfelder (1019) und Jürgen Christl (659) sind die drei amtierenden BL-Gemeinderäte erneut im 14-köpfigen Ratsgremium vertreten. Erste Nachrückerin ist Christine Sollfrank (382).

Mit 11 Prozent der Wählerstimmen und 3446 Stimmen verteidigte der SPD-Ortsverband die beiden Gemeinderatssitze. Altbürgermeister Hans Gerd Reindl (880) und Sybille Bayer (642) bestätigten mit deutlichem Abstand ihre beiden ersten Listenplätze. Die SPD verlor gegenüber 2014 mit 5292 und aktuell 3446 Stimmen deutlich an Wählern und sank von 17 auf 11 Prozent. Erster Nachrücker ist Wolfgang Lorenz (314) aus Kulmain.

Bei 1816 Wahlberechtigten gingen 1269 zur Urne (69,9 Prozent), wobei 40 Stimmen ungültig waren.

Tobias Schroll (CSU).
Manuel Griener (FWG).
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