Kulmain
03.01.2021 - 09:55 Uhr

Kulmain: Künftig ohne Barrieren ins Bürgerhaus und die Turnhalle

Die Kulmainer dürfen sich freuen: Die Arbeiten am Bürgerhaus und der Turnhalle sollen im Spätherbst 2021 abgeschlossen sein. Bürgermeister Günter Kopp gibt schon mal ein paar Einblicke.

Corina Reinhart vom Bauamt und Bürgermeister Günter Kopp sind zuversichtlich, dass heuer die Arbeiten am Bürgerhaus abgeschlossen werden. Bild: bkr
Corina Reinhart vom Bauamt und Bürgermeister Günter Kopp sind zuversichtlich, dass heuer die Arbeiten am Bürgerhaus abgeschlossen werden.

2021 finden die umfangreichen Arbeiten rund um das Bürgerhaus inklusive Turnhalle in Kulmain ihr Ende. Total umgekrempelt wurde der aus den 1970er Jahren stammende Gebäudekomplex. Sowohl bei den technischen Anlagen wie Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen als auch bei der Verbesserung der Gebäudesubstanz selbst bedurfte es einer grundlegenden Ertüchtigung.

Aus eigenen Mitteln, so Bürgermeister Günter Kopp, wäre so ein umfangreiches Projekt nicht zu stemmen. Einen Betrag von voraussichtlich knapp über 4,3 Millionen Euro wird die Gesamtmaßnahme kosten. Dazu erwartet die Gemeinde Zuschüsse von zusammen 3,5 Millionen Euro. Kämmerin Kathrin König und Corina Reinhart vom Bauamt sind dabei gefordert, die umfangreichen Unterlagen für die Antragstellung aus drei Fördertöpfen zusammenzustellen.

Sanierung der Turnhalle

Der Gemeinde kam zunächst das „Energetische kommunale Investitionsprogramm“ im Jahr 2016 zu Hilfe. 652 000 Euro mit einem Förderanteil von maximal 587 000 Euro wurden bewilligt. Zu den Aufwendungen für die Fassade, das Dach, die Fenster, das Wärmedämmverbundsystem, die Holzfassade und den Rohbau fließt mit einem Anteil von 45,01 Prozent der Aufzug für den Anbau an die Turnhalle ein.

Einen um zehn Prozent geringeren Fördersatz beinhalten die Zuschüsse bei der grundlegenden Sanierung der Turnhalle. 80 Prozent der förderfähigen Kosten bekommt die Gemeinde aus dem Finanzausgleich zurück. Veranschlagt sind hier Aufwendungen von knapp 1,7 Millionen Euro, zu denen eine finanzielle Hilfe von 1 345 000 Euro zugesagt wurde. Darin wiederum sind Ausgaben für den Anbau an der Turnhalle mit 54,99 Prozent für alle Fassaden- und Dacharbeiten vorgesehen. Die verbleibenden Arbeiten im Zusammenhang mit Rohbau, Sportboden, Sportgeräte, Garderoben, Umkleidekabinen, Sanitäranlagen, Treppe, Aufzug, Elektroinstallationen und Heizung summieren sich zu 100 Prozent in die Förderung durch den Finanzausgleich.

Neuer Eingangsbereich

Ein drittes Programm unterstützt mit einem voraussichtlichen Fördersatz von 80 Prozent das finanzielle Aufkommen der Gemeinde für die Arbeiten im Innenbereich des Erdgeschosses. „Hier haben wir ein finanzielles Aufkommen von 1 975 000 Euro“, informiert der Rathauschef. Von den 1,58 Millionen Euro in Aussicht gestellten Fördergeldern verbuchte die Gemeindekasse den größten Teil zwischenzeitlich als Zahlungseingang. 535 000 Euro stehen noch für Abrissarbeiten von Decken, Wänden, Fußböden und Fenstern sowie für Gerüstbauten, die neuen Fenster in Aluminium und Kunststoff, Türen, Wärmedämmung und die Holzfassade in Lärchenholz aus.

Einen neuen Zuschnitt erfahren der Innen- und der dazugehörige Eingangsbereich, informiert Kopp. Die frühere Eingangstür ist zugemauert und wurde verlegt. In dem neu gewonnenen Bereich werden ein behindertengerechtes und barrierefreies WC eingerichtet. Ein Abstellraum fügt sich ebenso an wie eine Theke und ein Multifunktionsraum. Zudem wird die Medientechnik erneuert. Große Türen im Bürgersaal garantieren gleichzeitig sichere Fluchtwege. Zusätzliche Fenster bringen mehr Licht in den Bürgersaal. Eine angenehme Atmosphäre wird so geschaffen.

Weiterer Fluchtweg

ist der nun barrierefreie Zugang zum Bürgerhaus. Dies macht eine Neugestaltung des Vorplatzes möglich. Der Zugang zur über dem Bürgersaal gelegenen Turnhalle wird mit einem Aufzug sichergestellt. Ein zusätzlicher Anbau wurde dafür auf der Nordseite geschaffen. Der Zugang an dieser Stelle dient ebenso der Versorgung von Küche, Ausschank und sonstigen Gütern sowie als weiterer Fluchtweg.

Geplant ist, die im August 2019 begonnenen Arbeiten nach zwei Jahren im Spätherbst 2021 abzuschließen. Damit können die Vereine und die Grundschule ihre schmerzlich vermisste Turnhalle wieder nutzen. „Alles in allen kann man von einem guten Bauverlauf sprechen.“ Zu diesem Ergebnis kommt Bürgermeister Günter Kopp in seiner Bilanz zu den bisherigen Sanierungsarbeiten.

Einschränkend sagte er, die Corona-Pandemie verursachte bis jetzt kleinere Überschneidungen und Behinderungen. Überraschend seien diese wegen der vielfältigen Gewerke auf der großen Baustelle nicht gewesen. Sein Dank gilt aus diesem Grund allen am Bauverlauf und dem Genehmigungsverfahren Beteiligten. „Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, dann ist das neue Bürgerhaus mit Turnhalle eine große Aufwertung in unserer Kommune mit vielfältigen Möglichkeiten im gesellschaftlichen Leben“, hebt Kopp erwartungsvoll heraus.

Kulmain17.11.2020
Die Ost- und Südseite des Bürgerhauses mit der Turnhalle: Mit heimischen Lärchenbrettern ist der Komplex verschalt. Bild: bkr
Die Ost- und Südseite des Bürgerhauses mit der Turnhalle: Mit heimischen Lärchenbrettern ist der Komplex verschalt.
Um den barrierefreien Zugang zur Turnhalle zu gewährleisten, bedurfte es eines Anbaus, der aus zwei Programmen gefördert wurde. Bild: bkr
Um den barrierefreien Zugang zur Turnhalle zu gewährleisten, bedurfte es eines Anbaus, der aus zwei Programmen gefördert wurde.
Auf die Vereine und die Grundschule wartet eine neue Turnhalle. Am liebsten würden Bürgermeister Günter Kopp und Corina Reinhart jetzt schon die Bretter beiseite räumen, um sie für die Sportler frei zu machen. Aber die Athleten müssen noch etwas warten. Bild: bkr
Auf die Vereine und die Grundschule wartet eine neue Turnhalle. Am liebsten würden Bürgermeister Günter Kopp und Corina Reinhart jetzt schon die Bretter beiseite räumen, um sie für die Sportler frei zu machen. Aber die Athleten müssen noch etwas warten.
 
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