Schäferhundeverein Kulmain blickt auf 50 Jahre Vereinsarbeit zurück

Kulmain
06.11.2022 - 10:09 Uhr

Es waren mutige Männer, die vor 50 Jahren mit großem Idealismus und Tatkraft den Verein gründeten und den Schäferhund in den Mittelpunkt ihrer Freizeit zu stellen.

von ak

Die Mitglieder der Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. trafen sich zu einem gemütlichen Kameradschaftsabend am Vereinsheim. Grund für das interne Fest war das 50-jährige Bestehen der Ortsgruppe Kulmain (OG). Erster Vorsitzender Thomas Karger und sein Stellvertreter Michael König hießen die Mitglieder mit Begleitung an den Biertischen willkommen. Sie erinnerten an die Gründung des Kulmainer Ablegers des bundesweiten Vereins vor einem halben Jahrhundert.

Am 24. Juni 1972 wurde die Ortsgruppe von 13 Anhängern des Hundesports im Gasthaus Bertelshofer gegründet. Als Vereinsziel wurden die Aufzucht und Ausbildung Deutscher Schäferhunde ausgelobt. Gründungsmitglieder waren damals Emil Kraus, Ernst, Helmut und Herbert Karger, Franz Hänfling, Josef Bertelshofer, Edi Ganssmüller, Martin Haßmann, Hans Rauch, Josef Schraml, Andreas Ackermann, Alfred Völkl und Hans Heindl. Da eine OG-Gründung nach den Statuten des Hauptvereins nur mit 15 Mitgliedern erfolgen konnte, wurden mit Georg Bayer, Ludwig Frankow, Franz Grüner, Josef Schmid, Heinz Schneider und Udo Ponnath weitere sechs Erstmitglieder geworben.

Bierliefervertrag für Vereinsheim

Erster Vorsitzender wurde Emil Kraus, sein Stellvertreter und Zuchtwart Helmut Karger, Kassen- und Schriftführer Franz Hänfling. Bei der Suche nach einem Übungsgelände wurde man mit einem Grundstück in der Flur Büttrischwiesen von Alois Sollfrank fündig. Das rund ein Hektar große Wiesengrundstück pachteten die Schäferhundefreunde an – und sofort wurde der Trainingsbetrieb aufgenommen. Bereits nach den ersten Übungsstunden wurde deutlich, dass ein planmäßiger Übungsbetrieb ohne Schutzhütte auf Dauer nicht möglich war. Das Landratsamt genehmigte am 19. Oktober 1972 den Bau des heutigen Vereinsheimes. Mit einem gemeinsamen Kraftakt wurde noch im gleichen Jahr die Schutzhütte mit einem durch einen Bierliefervertrag mit der Lenz-Brauerei gewährten Darlehen zu Kosten von rund 10.800 D-Mark von den Mitgliedern in enormer Eigenleistung gebaut.

Hans Heindl erster Vereinsmeister

Ein Blick ins Vereinsarchiv zeigt: 1981 waren 20 Rüden und 15 Hündinnen gemeldet. Die Mitgliederzahl entwickelte sich von 19 im Jahr 1972 bis 32 Mitgliedern im Hauptverein im Jahr 1992 stetig nach oben. Der kann Verein auf 2 Hundeschauen, 5 Ausdauerprüfungen, 13 Fährtenhundeprüfungen und 29 Schutzhundeprüfungen zurückblicken.

Die erste eigene Ausdauerprüfung absolvierten Hans Rauch, Franz Hänfling, Josef Schmid und Hans Heindl mit ihren Schäferhunden im Sommer 1973. Erster Vereinsmeister wurde 1973 Hans Heindl mit seinem Reiff von der Mulde. 1980 wurde Emil Kraus und ein Jahr später Franz Hänfling aufgrund ihrer Aufbauarbeit zu Ehrenvorsitzenden und seine Ehefrau Johanna zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Jahr 2006 erwarb der Verein das gesamte Vereinsgelände und überließ es der Gemeinde. Hintergrund war, dass die OG Kulmain selbst kein eingetragener Verein ist und bei dessen Auflösung das gesamte Vermögen, damit auch das Vereinsgelände, an den Hauptverein mit Sitz in Augsburg geflossen wäre. Ein Meilenstein zum Fortbestand des Vereins und der Funktionalität des Vereinsheimes war der Anschluss an das Stromnetz. 2012 feierte die OG ihr 40-jähriges Bestehen. Seither mussten zunehmend Frühjahrs- oder Herbstprüfungen mangels Beteiligung ausfallen. Heute ist die Hundeausbildung bis auf wenige Ausnahmen stark reduziert, jedoch nicht das Vereinsleben selbst und dessen gesellschaftlichen Aktivitäten. Das Vereinsheim entwickelte sich immer mehr zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt.

Hintergrund:

Die Vorsitzenden des Vereins

  • Gründungsvorsitzender Emil Krauß (bis 1978)
  • Franz Hänfling (bis 1981)
  • Gerhard Engelbrecht (bis 1984)
  • Hans-Jörgen Graf (bis 1993)
  • Alfons Scherle (bis 2009)
  • Konrad Albersdörfer (bis 2012)
  • Stefan Winkler (bis 2022)
  • Thomas Karger
 
 

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