02.03.2020 - 15:14 Uhr
KulmainOberpfalz

Mit Verstärkungen Vorrunde vergessen machen

Personelle Engpässe kennzeichneten bei den Kulmainer Fußballdamen die vergangene und aktuelle Saison in der Bezirksklasse. Für Trainer Uwe Herrmann ist das Ziel der Klassenerhalt.

Trainer Uwe Herrmann ist zuversichtlich, mit dem Damenteam die Liga zu halten.
von Arnold KochProfil

Wie er in der Jahreshauptversammlung des Sportvereins berichtete, landete die Damenspielgemeinschaft (SG) SV Kulmain/TSV Fichtelberg in der Punkterunde 2018/19 am Ende nur im hinteren Mittelfeld. Mit 20 Punkten und einem Torverhältnis von 18:34 belegte sie Platz sieben punktgleich mit dem Sechsten mit reichlich Abstand zu den Abstiegs-, aber auch den vorderen Plätzen. Als Hauptgründe nannte Herrmann die Abschlussschwäche und nachlassende Abwehrleistungen. Noch nie habe man so viele Gegentore hinnehmen müssen. Dies unterstreiche das gestiegene Niveau der Ligateams.

Nach der positiven Vorrunde kamen in der Rückrunde in neun Spielen nur noch acht Punkte dazu. Im Bezirkspokal waren die Damen zwar noch im Rennen, jedoch wurde im März witterungs- und krankheitsbedingt auf eine weitere Austragung in Plankenfels verzichtet. Bei der Qualifikation zur Bezirksmeisterschaft in Weidenberg in der Halle war am Bayernligisten SV Frensdorf und den starken Ligakonkurrentinnen aus Arzberg kein Vorbeikommen. Die personelle Situation war erneut schwierig. Die Erwartungen in die Nachwuchs-Spielerinnen aus der U17 erfüllten sich nicht. Diese verabschiedeten sich nach und nach aus dem Spielbetrieb.

Die Folgesaison war wie erwartet schwerer, da mit den Bezirksoberliga-Absteigern Eintracht Bayreuth und Oberpreuschwitz sowie Aufsteiger Weißenstadt drei spielstarke Teams dazukamen. Ferner hatte sich der TSV Arzberg durch den Zusammenschluss mit ASV Wunsiedel und dem FC Marktleuthen noch stärker aufgestellt. Der Trainingsauftakt war jedoch mit 18 Aktiven hervorragend, wobei mit Carmen Siebertz-Neumann die frühere Torjägerin wieder ins Geschehen eingriff.

Mit Christiane Berger aus dem früheren Fichtelberger Damenteam stieß eine sehr routinierte Spielerin fest zum Stamm. Von der aufgelösten Weidenberger Damenelf schloss sich mit Dilara Karakoc eine ganz junge Spielerin, die auch im Tor eingesetzt werden kann, an. Mit Antonia Hübner von der Landesligaelf der SpVgg Bayreuth wechselte eine Wunschspielerin nach Kulmain.

Aktuell hinkt die Truppe dem Vorrundenergebnis der Vorsaison mit nur sieben Punkten weit hinterher. Es besteht jedoch große Zuversicht, die Klasse zu erhalten. Herrmann muss weiterhin auf die Verletzten Franziska Popp und Nadine Sieber verzichten, aber Lisa Drechsler ist wieder dabei. Nicht regelmäßig stehen Studentin Sophie König und Auszubildende Laura Bauer zur Verfügung. Jedoch verstärkt zur Rückrunde die Torjägerin der Kreisliga, Laura Heinl von der ATG Tröstau, den Kader. Ferner steht zeitweise die Sophia Hübner (SpVgg Bayreuth) zur Verfügung. Sie spielt für den Bayernligisten und die zweite Mannschaft des Bezirksoberligisten FC Stern München.

Das Damenteam hat mit 16 Spielerinnen im Allgäu ein dreitägiges Trainingslager absolviert. Aktuell ist es noch im Bezirkspokal 2019/20 vertreten. In der dritten Runde trifft es im März zu Hause auf den Tabellenführer der Bezirksliga West, SG SpVgg Stegaurach/SV Walsdorf.

Bei der diesjährigen Hallen-Qualifikation zur Bezirksmeisterschaft in Weidenberg hatten die Kulmainerinnen erneut gegen den SV Frensdorf aus der Bayernliga (0:2) keine Siegchance, aber die anderen Bezirks- und Bezirksoberligisten ließen sie hinter sich. In der Endrunde in Stegaurach war Konkurrenz jedoch zu übermächtig.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.