19.11.2018 - 15:12 Uhr
KulmainOberpfalz

Wachsam sein

Einmischen anstatt wegschauen ist notwendig, wenn Grundwerte und die Demokratie selbst in Gefahr geraten. Deshalb ruft Bürgermeister Günter Kopp am Volkstrauertag zu Wachsamkeit auf.

Bürgermeister Günter Kopp (vorne, Fünfter von links) ruft am Ehrenmal zur Verteidigung des Friedens auf.
von Arnold KochProfil

Der Opfer von Kriegen und Gewaltakten gedachte die Gemeinde zum Volkstrauertag am Samstagabend mit einer würdigen Gedenkfeier. Nach der von Pfarrer Markus Bruckner zelebrierten Vorabendmesse versammelten sich Bürger, Vereins- und Fahnenabordnungen vor dem Kriegerdenkmal, um an die durch Kriege, Gewalt und Terror gestorbenen Mitbürger zu erinnern. Der Sängerbund unter Leitung von Andrea Krauß begleitete gesanglich die Messe und eröffnete die Gedenkfeier mit dem Stück "Wenn Christus der Herr zum Menschen sich macht".

"Wir tragen heute die Trauer unseres Volkes in der großen Volksgemeinschaft. Wir beten heute für alle Hinterbliebenen, Vertriebenen, durch oder nach Kriegshandlungen Getöteten und Menschen die heute Friedensdienst leisten", erklärte Bruckner. Nie wieder Krieg und daraus entstehendes Leid; lasst uns gegen menschenverachtende Ideologien und für den Frieden kämpfen, war die Kernbotschaft in der Rede von Bürgermeister Günter Kopp.

"Unermessliches Leid, Gräueltaten und Gewalt bestimmten in den beiden Weltkriegen Denken und Handeln der Menschen. Lasst uns gemeinsam dem 73 Jahre anhaltenden Frieden verteidigen", forderte der Redner. Er erinnerte an die Millionen Kriegstoten, die wegen einer menschenverachtenden Ideologie geopfert wurden. "Seien wir wachsam; lasst uns nicht von rechten Parolen beeinflussen, die die Gesellschaft spalten." Zivilcourage sei immer wieder gefordert, und gemeinsam für freiheitliche und sozialgerechte Ideen zu kämpfen. Jeder ist aufgerufen, sich für Friede, Freiheit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte und -würde in der Gesellschaft einbringen und für Gerechtigkeit und Gleichheit aller einzustehen."

Es sei die gemeinsame Aufgabe, sich des dunkelsten Teils der deutschen Geschichte zu erinnern und sich für Frieden und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Die Europäische Union und gute nachbarschaftliche Beziehungen seien das Fundament für Frieden und Freiheit in Europa. "Ein bisschen Frieden, Toleranz und Verständnis tun uns allen gut und sind der richtige Schritt zu einem friedlichen Miteinander", war Kopps Schlusssatz. Nach dem Niederlegen eines Kranzes am von einer Ehrenwache der Krieger- und Soldaten- mit Reservistenkameradschaft flankierten Kriegerdenkmal beteten die Teilnehmer für die Opfer von Krieg und Gewalt. Abschließend dankte Kopp allen Mitwirkenden und Teilnehmern an der Gedenkfeier.

Die Krieger- und Soldaten- mit Reservistenkameradschaft stellt die Ehrenwache.
Bürgermeister Günter Kopp (mit Mikrofon) ruft am Ehrenmal zur Verteidigung des Friedens auf.
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