23.02.2020 - 12:43 Uhr
Kulz bei ThansteinOberpfalz

Damenwahl im "Kulzer Hexenkessel"

Auf der Tanzfläche geht es beim Weiberfasching rund. Bei der "Herzblatt-Suche" stehen vier Männer auf dem Prüfstand. Und seine liebe Not hat der Lehrer aus der Stadt in der Dorfschule.

Wer punktet und wird das "Herzipopperl" ?
von Johanna BaierProfil
Gute Laune herrschte bei der „Hexenparty“ der Frauenbund-Damen im „Krämerhof“ in Kulz.

Die Hexen regierten am Unsinnigen Donnerstag im "Krämerhof" in Kulz. Der Weiberfasching des Frauenbund Winklarn - mit Beteiligung der Zweigvereine Muschenried und Thanstein - hatte zur "Hexenparty" geladen. Ganz standesgemäß verlief auch die Begrüßung der Gäste, denn die Winklarner eröffneten den Abend mit einem Hexentanz rund ums lodernde Feuer. "Oberhexe" Monika Bösl freute sich mit einem launigen Gedicht über das Kommen des geistlichen Beirats Pfarrer Eugen Wismeth und über die Gäste vom Zweigverein Oberviechtach.

Alleinunterhalter Josef Schewedy sorgte für Unterhaltung und versicherte, dass den ganzen Abend über "Damenwahl" angesagt sei. Vielfältig war sein Programm quer durch die Musikrichtungen, was eine gut gefüllte Tanzfläche garantierte. Auch die Polonaise fehlte nicht, so dass die Stimmung brodelte. Für Spannung sorgte die Einlage der Winklarner Gastgeber, die beim Herzblatt das passende "Herzipopperl" für die Fußboden-Kosmetikerin Veronika Lenz suchten. Die Daten: 49 Jahre, Jungfrau, Hobbys Mallorca und Melken. Moderatorin Moni stellte die vier Kandidaten vor und war sich sicher, die Dame an den "Mann zu bringen." Doch sowohl der Aktenabstauber Hans, der am liebsten mit Muttern flanieren geht, wie auch der an Arbeit und Hektar schwergewichtige Hennerbauer, der Chef über 120 Kühe ohne Euter ist, bestanden das Auswahlverfahren. Gleiches galt für den vielbeschäftigten Pfeifenraucher Franz, der eigentlich eh lieber "Tutti Frutti" am Fernseher schaut.

Die Wahl fiel schließlich auf den Rocker und Rattenliebhaber Joe, der mit Harley und Joint das Rennen machte. Doch Schreck zum Schluss: Der gewählte Kandidat sucht das Weite, sobald er die Herzensdame in natura erblickte. Eine für den aus der Stadt kommenden Lehrer nicht ganz einfache Dorfschulklasse präsentierten die Mitglieder des Fraunenbund Muschenried. Schon die namentliche Vorstellung der Schüler verlief mit Schwierigkeiten, so dass aus einem Schüler aus lauter Not ein "Jo-Kurt" wurde. Ob bei den Buchstaben, Maßeinheiten oder in Geografie, das Wissen der Schüler ließ den Lehrer schier verzweifeln. Das i-Tüpfelchen war die Anrede mit "Du", was natürlich eine dicke Strafarbeit zur Folge hatte. Und dann war da noch die Sache mit den Aposteln.

Schließlich trafen sich noch zwei alte Kumpel als Engel im Himmel und berichteten über ihre Todesumstände. Das Ergebnis sorgte ebenfalls für viele Lacher und den verdienten Applaus des Publikums.

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