Kater Max lag am Samstag Mittag apathisch in seinem Körbchen. "Er ist noch lange nicht über dem Berg", hatte der Tierarzt zu Maria Krämer gesagt und ihr auch bescheinigt, "dass der Verdacht auf eine Vergiftung mit Rattengift besteht". Max hat es nicht geschafft. Die Katze ist am Samstagnachmittag gestorben.
Maria Krämer hat neben Kater Max noch drei andere Katzen: Mia, Cindy und Felix. Die sind Freigänger und Mäusejäger, die sich auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Krämers in Kulz sehr wohl fühlen. Vor allem die drei Enkelkinder haben das Katzen-Quartett ins Herz geschlossen.
Cindy, Felix, dann Max
Im Oktober letzten Jahres kam Cindy humpelnd nach Hause, mit verstauchtem, geprellten Bein, sackte in der Hüfte zusammen. Im November traf es Felix. Auch er hatte sichtlich Schmerzen an Bein und Pfote. "Ich hab dann mit dem Jäger gesprochen, ob vielleicht ein Kampf mit einem Wildtier schuld daran sein könnte", berichtet Maria Krämer. Er habe das für unwahrscheinlich gehalten. Wenn es zu einem Kampf mit den Katzen gekommen wäre, hätten sie Blessuren am ganzen Körper und nicht nur an den Beinen.
Im Dezember letzten Jahres kam schließlich Kater Max angeschlagen zurück zum Anwesen, erholte sich jedoch wieder. Doch dann der letzte Montag: Das Tier lag schwer atmend im Waschraum, der durch eine Katzenklappe zugänglich ist. Der Kater ging aber erneut ins Freie. Am Dienstag fanden ihn dann die Krämers wie ein Häufchen Elend in seinem Katzenkorb liegend. Max wurde zum Tierarzt nach Rötz gebracht. Die Symptome, Blutwerte und der Zustand der Organe legten den Verdacht nahe, dass der Kater Rattengift gefressen hat. Es folgten weitere Behandlungen. Nun verschlechterte sich der Zustand der Katze jedoch rapide. Für Kater Max gab es keine Rettung mehr.
Ähnliche Fälle?
Maria Krämer möchte aufrütteln: Wer bringt Gift aus, stellt Fallen für Mäuse und Ratten an Orten auf, die auch Katzen zugänglich sind? Solche Mittel dürften ihrer Meinung nach im Handel nicht für jedermann zugänglich sein. Als Maria Krämer dann auch noch von drei Personen im Ort gehört hat, dass deren Katzen ähnliche Stauchungen oder Prellungen an Beinen und Pfoten hatten, wie ihre Tiere, entschloss sie sich, zur Polizei zu gehen. Die Beamten nahmen "eine Anzeige wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung gegen Unbekannt" auf, heißt es im Pressebericht der PI Neunburg vorm Wald. Wer zur Klärung des Sachverhalts beitragen kann, soll sich mit der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald unter der Telefonnummer 09672/792020 in Verbindung setzen.















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