Grundlage sollen die auf Rekordniveau liegenden Neuabschlüsse bei Bausparverträgen und Immobilienfinanzierungen sein, erklärte LBS-Vorstandschef Erwin Bumberger am Montag in München. "Gerade im Vertrieb war 2018 für uns ein sehr erfolgreiches Jahr", berichtete er. Für 2019 rechnete Bumberger mit gleichbleibend hoher Nachfrage. Wegen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus wird das Betriebsergebnis laut Bumberger heuer erneut nur bei etwa 20 Millionen Euro vor Risikovorsorge liegen, der Jahresüberschuss "im Bereich der Null-Linie".
Bis Jahresende wird das LBS-Neugeschäft mit Bausparverträgen um rund zehn Prozent auf 7,7 Milliarden Euro wachsen. Die Bürger Bayerns wollten sich langfristig die derzeit niedrigen Zinsen für Baufinanzierungen sichern, erläuterte Bumberger. Indiz dafür sei auch die ständig steigende Bausparsumme je Vertrag. Diese liege inzwischen bei 66 500 Euro. Im Vergleich zu 2012 habe sie sich mehr als verdoppelt. Um 25 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro stieg bei der LBS heuer zudem das gesamte Finanzierungsgeschäft. Vor allem Sofortfinanzierungen zur Überbrückung bis zur Zuteilung des Bauspardarlehens seien gefragt, erklärte Bumberger. LBS und Sparkassen könnten so feste Zinsen für einen Zeitraum von bis zu 32 Jahren garantieren. Der durchschnittliche Darlehenszins für solche "Langläufer" betrage aktuell rund zwei Prozent.
LBS-Vizechef Helmut Straubinger appellierte an die Politik, die Eigenkapitalbildung der Bürger stärker zu unterstützen. Fehlende Eigenmittel seien bei steigenden Immobilienpreisen der Hauptgrund für gescheiterte Finanzierungen. Vor allem müssten die Einkommensgrenzen für vermögenswirksame Leistungen und die Wohnungsbauprämie dem aktuellen Preisniveau angepasst werden. Diese seien seit 20 Jahren nicht mehr erhöht worden. Als Folge fielen immer mehr Familien aus der Förderung. In Bayern sei deshalb die Zahl der Prämienberechtigten seit 2012 um 40 Prozent gesunken. "Ohne genügend Eigenkapitalbildung hilft die beste Förderung nichts", sagte Straubinger mit Blick auf das neue Baukindergeld und den "Wohn-Riester".













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