Hans Pausch aus Lennesrieth hat seine Musikerfreunde zur mittlerweile 34. Sitzweil eingeladen – und sie kamen bis aus Waldsassen, Weiden und Oberviechtach. Bei der vorhergehenden Maiandacht mit Pfarrer Norbert Götz in der St.-Jakobus-Kirche übernahm die Waldthurner Gesangsgruppe „TriAngel“ die musikalische Gestaltung. Andrea Götz (Sopran), Steffi Daubenmerkl (Mezzosopran) und Doris Völkl (Alt) trugen einfühlsam traditionelle Marienlieder vor, begleitet von Georg Schmidbauer an der Orgel.
Im Anschluss daran zog es die Besucher in den urigen Veidnstodl der Familie Kleber, der sich in direkter Nachbarschaft befand. Dort hatte die Lennesriether Dorfgemeinschaft bereits alles für die traditionelle Sitzweil vorbereitet – auch Leberkäs und Kartoffelsalat, „Schnielingbrot“ und Zwiebelkuchen, das die Lennesriether Backofenfrauen bereitgestellt hatten.
Laib Brot als Gage
Dorfsprecher und Waldthurner Bürgermeister Georg Bocka begrüßte die Zuhörer, darunter Altbürgermeister Josef Beimler und Pfarrer Götz. Nach alter Tradition nahmen die Musikanten als Gage einen frischen Laib Brot mit nach Hause.
Doris Vitzthum führte charmant durch den Abend. Mit ihrer beeindruckenden Radio-Ramasuri-Moderatorenstimme verband sie die einzelnen Darbietungen gekonnt und führte Live-Interviews mit den Künstlern. Ein Höhepunkt des Abends war erneut der Auftritt von Peter Ermer aus Altenstadt/WN. Der ehemalige Domspatz, der derzeit Gesang und Instrumentalmusik in Stuttgart studiert, ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Lennesriether Sitzweil. Beim Gospel „Go, Tell It on the Mountain“ lud er die Besucher zum Mitsingen ein.
Von steirischer Knopfharmonika bis „Oh Champs-Élysées“
Ludwig Schieder aus Weiden beeindruckte ebenfalls. Er ist Mitglied der berühmten Altneihauser Feierwehrkapell’n. Mit seiner steirischen Knopfharmonika begeisterte er das Publikum durch sein virtuoses Spiel und seine spürbare Freude an der Musik. Für Wirtshaus- und Volksmusikstimmung sorgte die „Busheislmuse“ um Stephan Scheufler aus Georgenberg und Johann Fröhlich, der in Waldthurn aufgewachsen ist.
Einen besonderen Akzent setzte das KuBZ-Orchester aus Waldsassen unter der Leitung von Klemens Reif, das Orchester gehört zum Kultur- und Begegnungszentrum. Mit dabei war auch Hans Pausch aus Lennesrieth am Kontrabass. Eine Besonderheit war, dass dessen Sohn Christoph Pausch, der auch Leiter des Waldthurner Chors tonArt ist, das Stück „Come Together“ komponierte, das natürlich im Stodl zu hören war.
Pünktlich um 21 Uhr luden die Glocken von St. Jakob zum Abendgebet ein. Das Orchester trug gemeinsam mit dem Gesang von Peter Ermer den „Engel des Herrn“ vor und leitete so in den „Guten Abend“ über. Ermer und das Orchester spielten anschließend noch Lieder wie „Oh Champs-Élysées“. Auch der Waldthurner Andreas Augustin fügte sich nahtlos in die Gruppe der Mitwirkenden ein, spielte mit Hans Pausch einige schnelle Polkas und trug zum Gelingen des Abends bei. Ebenso sein aus Oberviechtach angereister Neffe Anton Augustin, ebenfalls auf der Steirischen Harmonika.



















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