Lennesrieth bei Waldthurn
23.06.2023 - 10:32 Uhr

Elfriede Griesbach aus Lennesrieth bei Waldthurn zu Grabe getragen

Kurz vor ihrem 91. Geburtstag verstarb Elfriede Griesbach aus Lennesrieth bei Waldthurn. Die Schneiderin hatte dem Glauben immer einen wichtigen Platz in ihrem Leben eingeräumt und sich in der Pfarrgemeinde engagiert.

Elfriede Griesbach starb kurz vor ihrem 91. Geburtstag. Archivbild: fvo
Elfriede Griesbach starb kurz vor ihrem 91. Geburtstag.

„Wer glaubt, ist nie allein“, war eines der Lieblingslieder von Elfriede Griesbach. Als Glaubende ist sie ihren Weg gegangen. Kurz vor ihrem 91. Geburtstag ist die Frau vom Lennesriether Haselranken verstorben. Die Trauermesse in der Lennesriether Jakobuskirche zelebrierte der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz. Eine große Abordnung des Katholischen Frauenbunds (KDFB) Waldthurn, bei dem sie seit 1965 Mitglied war, begleitete den Gottesdienst. Angela Wittmann trug die KDFB-Fahne zu Ehren der Verstorbenen zum Altar.

„Ich hab mein Leben gelebt, ich hab es nach den Glauben ausgerichtet“, sagte sie noch vor einigen Wochen zu Pfarrer Götz. Aus ihrem tiefen Glauben heraus, hat sie sich für die Pfarrgemeinde engagiert. Im Gremium des Pfarrgemeinderates war Griesbach insgesamt zehn Jahre, davon sechs Jahre als Vorsitzende (bis 1982). Im Vorfeld des Kirchenbaus der Pfarrkirche St. Sebastian vor vier Jahrzehnten hatte sie mit Aktionen Geld dafür gesammelt.

Zur Welt kam sie als sechstes von acht Kindern der Familie Müller in Ottenrieth. Nach der Schneider-Lehre beim Waldthurner Vitzthum Schneider arbeitete sie bei der Firma Drabsch auf der Berglerschleif in Pleystein, wohin sie täglich mit dem Fahrrad fuhr. Im Juni 1956 heiratete sie in der Dorfkapelle in Albersrieth ihren Ehemann Erhard Griesbach. Anschließend absolvierte sie die Meisterprüfung im Schneiderhandwerk in Regensburg. Die junge Schneidermeisterin machte sich selbstständig, mit ihrem Ehemann baute sie 1961 ihr Haus am Haselranken. Dort hatte sie eine Schneiderwerkstatt eingerichtet, wo sie viele Lehrlinge ausbildete. Um die Verstorbene trauern die beiden Kinder Petra und Stephan mit ihren Familien sowie fünf Enkel und fünf Urenkel.

Die Verstorbene musste in ihrem Leben auch schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Kurz nach der Geburt eines Sohnes verstarb dieser, 2010 verstarb plötzlich ihre Tochter Lisa und eineinhalb Jahre später Ehemann Erhard. Die Trauermesse begleitete Georg Schmidbauer an der Orgel, Hans-Peter Reil, Martina Pankotsch und Hannah Reil verabschiedeten die Verstorbene gesanglich. Eine große Trauergemeinde nahm am Lennesriether Friedhof Abschied.

 
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