08.06.2020 - 11:07 Uhr
Lennesrieth bei WaldthurnOberpfalz

Lennesrieth: Kapelle zum Geburtstag

"Heiliger Josef bitte für uns" steht am Eingang der neuen Kapelle, die Pfarrer Norbert Götz dem Heiligen Josef weiht. Der Lennesriether Dorfsprecher Werner Ertl (rechts mit seiner Familie) hat die kleine Gebetskapelle mit Unterstützung seiner Familie gebaut.
von Franz VölklProfil

Was bewegt einen Menschen in der heutigen Zeit, ein Grundstück von 90 Quadratmeter zu kaufen und darauf auf eigene Kosten eine Kapelle zum Gebet für die Allgemeinheit zu erbauen? Die Antwort kann eigentlich nur tiefer Glaube und viel Dankbarkeit an den Schöpfer sein.

Werner Ertl aus Lennesrieth ist so ein Mensch, bei dem Gottvertrauen und gleichzeitig seine Familie im Fokus stehen. Nach einjähriger Bauzeit weihte Pfarrer Norbert Götz an Ertls 60. Geburtstag am Samstag, das Kirchlein am Ortsrand von Lennesrieth ein. Ertl, der als Bauleiter tätig ist, hat mit seiner Familie die sechs Meter lange und drei Meter breite Kapelle in Eigenleistung geschaffen. So war es auch klar, dass die Lesung bei der Einweihung von Ertls Ehefrau Sieglinde, der Mesnerin von Lennesrieth gesprochen wurde. Die „restlichen weiblichen Familienmitglieder“ kümmerten sich um die Fürbitten.

„Die Kapelle ist dem Heiligen Josef geweiht, er war ein fleißiger Mann genauso wie der Erbauer dieses kleinen Gebetshauses“, schwärmte Pfarrer Götz. Den Heiligen Josef habe Ertl deswegen als Patron der Kapelle ausgesucht, da für ihn seine Familie der entscheidende Faktor war. „Für mich ist dies genauso der Fall, Josef hat seine Familie beschützt und auch ich sehe die Familie als das Wichtigste“, erklärte Ertl. Die Kapelle bietet auf vier Holzbänken, die mit Symbolen der Evangelisten verziert sind, Platz für acht Personen. An den Fenstern der Kapelle sind die Heiligen Martin, Katharina, Sieglinde und Michael abgebildet. Eine Schnitzerei am Altar stellt den Heiligen Josef als Beschützer der Heiligen Familie dar.

Geöffnet ist das Gebetshaus täglich von 7 Uhr bis 21 Uhr zum Gebet. An der Wand sind Sprüche wie „Beten ist Verweilen bei einem Freund“ angebracht. Besonders dankte der „Schneinder-Werner“, wie der Lennesriether Dorfsprecher genannt wird, der Marktgemeinde Waldthurn und den anwesenden Bürgermeister Josef Beimler für die Überlassung des Grundstücks.

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