18.04.2021 - 11:53 Uhr
Lennesrieth bei WaldthurnOberpfalz

Lennesrieth wird noch schöner: Acht Obstbäume und neun Linden spendiert

Insgesamt 17 Dorfbäume werden in und um Lennesrieth gepflanzt. Vorne, von links: Karsten Heßing, Diemo Mucke, Pfarrer Norbert Götz, Dorfsprecher Werner Ertl und Bürgermeister Josef Beimler
von Franz VölklProfil

Am Ortseingang von Lennesrieth grüßen in Zukunft der Brettacher Gewürzapfel, Kaiser Wilhelm oder gar Alexander Lucas Neuankömmlinge. Es handelt sich um Obstbäume, die in Zukunft die Vielfalt der Ortschaft bereichern, und obendrein um eine Spende. "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft", an diesem Wettbewerbhatte sich Lennesrieth im September 2019 beteiligt und dabei den Kreisentscheid gewonnen. Eine Baumpflanzung ist jetzt gewissenmaßen eine Folge davon Karsten Heßing vom Amt für ländliche Entwicklung (AlE) hatte sich nach dem Gewinn mit dem Weidener Optiker-Fielmann-Niederlassungsleiter Diemo Mucke in Verbindung gesetzt, der wiederum die Fielmann-Stiftung kontaktierte. Diese spendete nun für die Lennesriether acht Obstbäume - Äpfel, Birnen und eine Pflaume, die am Friedhof in Lennesrieth stehen und neun Stadtlinden, die am Ortseingang aber auch im Dorfkern ihren Platz finden.

Kosten von knapp 3000 Euro

"Der Wert dürfte knapp 3000 Euro betragen. Das Unternehmen pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute sind dies mehr als 1,6 Millionen Bäume und Sträucher", erklärte Mucke. Zur offiziellen Übergabe der Bäume, die der Waldthurner Bauhof bereits fachgerecht gepflanzt hatte, kamen nun der Fielmannvertreter, Bürgermeister Josef Beimler, Dorfsprecher Werner Ertl, die Ideengeberin Anne Wendl (Landimpuls) sowie Architekt Rudi Meißner und nicht zuletzt der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz, da die Bäume auf kirchlichem Grund gepflanzt wurden. "Ein Baum ist wie eine Dorfgemeinschaft - auch wenn alle Äste in verschiedene Richtungen verzweigt sind, hält die Wurzel sie alle zusammen", verglich der Waldthurner Rathauschef die Lennesriether mit einem Baum. Dorfsprecher Werner Ertl freute sich über die großzügige Spende des Unternehmens. Die Bäume seien ein neuer Farbtupfer im Ortsbild.

An Bezirksentscheid teilnehmen

Er stellte in Aussicht, dass man sich als "Unser-Dorf-soll-schöner-werden-Landkreissieger" im nächsten Jahr am Bezirksentscheid des Wettbewerbs beteiligen wolle. Im Mittelpunkt stehe nicht nur der Gewinn eines Preises, sondern die Förderung der Dorfgemeinschaft. Heßing meinte, dass früher Streuobstwiesen ein gewohnter Anblick waren, heute zählten sie zu den extrem bedrohten Lebensräumen. Obstbäume dienten nicht nur als Nahrung, sondern böten eine natürliche Umgebung für Vögel, kleine Säugetiere und Insekten. Der Redner stellte in Aussicht, dass später einmal gerne Spaziergänger dazu eingeladen sind, die reifen Früchte zu kosten.

 

 

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