18.05.2021 - 14:19 Uhr
LeonbergOberpfalz

Gemeinderat Leonberg strebt neue Bauplätze in Königshütte und Tempo 70 bei Zirkenreuth an

Eine Temporeduzierung auf der Kreisstraße bei Zirkenreuth und neue Bauplätze in Königshütte strebt der Gemeinderat Leonberg an. In der jüngsten Sitzung ging es auch um die Gemeindefinanzen und ein Feldkreuz, das den Standort wechseln soll.

Auf der Kreisstraße TIR22 bei der Abzweigung nach Zirkenreuth soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 km/h gesenkt werden. Ein Antrag ging bereits an das Landratsamt.
von Josef RosnerProfil

Die Verkehrssicherheit, das Thema Bauen und Wohnen sowie die Gemeindefinanzen nahmen breiten Raum in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein. Bürgermeister Johann Burger ging auf einen Abschnitt der Kreisstraße TIR 22 zwischen Leonberg und Pfaffenreuth ein. Auf Höhe der Abzweigung nach Zirkenreuth sei Tempo 100 erlaubt, aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h abgesenkt werden, so Burger.

Wie der Bürgermeister berichtete, habe er einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt eingereicht. Als Begründung habe er auf diverse Unfälle in dem Bereich in den vergangenen Jahren verwiesen. Das Gremium zeigte sich mit dem Vorstoß einverstanden.

Bis zu drei Parzellen

Neue Bauplätze sollen im nordwestlichen Bereich von Königshütte geschaffen werden. Nach aktuellen Planungen des Ingenieurbüros Stefan Heidenreich können dort bis zu drei Bauparzellen entstehen. Bisher war die dortige Fläche als landwirtschaftlicher Grund ausgewiesen. Heidenreich, der in der Sitzung selbst anwesend war, informierte über den Anschluss ans Wasser- und Abwassernetz und berichtete, dass wegen Ausgleichsflächen noch Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde anstünden. Als mögliche Grundstücksgrößen habe er rund 1000 Quadratmeter und mehr festgelegt.

Weil sich der ebenfalls anwesende Grundstückseigentümer Josef Staufer nicht mit der bisherigen Planung einverstanden zeigte, wurde Stefan Heidenreich beauftragt, bis zur nächsten Sitzung einen neuen Bebauungsplan zu erarbeiten. Johann Burger unterstrich die Wichtigkeit des Vorhabens: "Wir brauchen zusätzlichen Baugrund, wir haben viele Anfragen."

Hoffen auf Investitionshilfe

Wie schon in den vergangenen Jahren stellt die Gemeinde auch heuer einen Antrag auf Stabilisierungshilfe als Investitionshilfe. Beantragt wurde für sechs Projekte ein Betrag in Höhe von 1,032 Millionen Euro. Nach Angaben des stellvertretenden VG-Kämmerers Harald Seitz erfüllt die Gemeinde die Voraussetzungen. Das Gremium billigte das Vorgehen einstimmig.

Weiter informierte Bürgermeister Burger über die rechtsaufsichtliche Behandlung des Haushalts 2021 durch das Landratsamt. Das Zahlenwerk enthalte keine genehmigungspflichtigen Bestandteile, ausdrücklich habe die Behörde den Rücklagenbestand in Höhe von 983 000 Euro gewürdigt.

Neuer Standort gesucht

Ein Thema war auch ein Feldkreuz in Terschnitz, das an die Familie von Georg und Anna Schlegel erinnert. Das 1936 errichtete Flurdenkmal befindet sich auf dem Privatgrundstück der Familie Thurn. Diese hat vor einigen Wochen mitgeteilt, dass sie das Feldkreuz gerne der Gemeinde überlassen würde. Gleichzeitig wurde darum gebeten, es an einem öffentlichen Standort aufzustellen.

Dieses Feldkreuz auf Privatgrund in Terschnitz will die Gemeinde übernehmen und an anderer Stelle wieder aufbauen. Dazu soll die Dorfgemeinschaft mit eingebunden werden.

Wie Bürgermeister Burger berichtete, seien im Heimatbuch der Gemeinde leider keine Aufzeichnungen über das Feldkreuz zu finden. Burger plädierte für eine Übernahme durch die Gemeinde und den Transfer an einen anderen Ort. Dazu kündigte er Gespräche mit der Dorfgemeinschaft an. Den Gemeinderat wolle er über die Gespräche informieren.

Kleinfeldtore und Abriss

Ortssprecher Werner Faltenbacher bat noch um zwei Kleinfeldtore für den Spielplatz in Forkatshof, was auch gleich genehmigt wurde. Bürgermeister Burger will nun Angebote einholen. Keine Einwände gab es gegen den Antrag zum Abriss einer an ein Wohnhaus angebauten Stallung in Pfaffenreuth.

Nicht zuletzt teilte der Bürgermeister die aktuelle Einwohnerzahl mit. Im April lebten 1027 Menschen in der Gemeinde, sechs Personen mehr als im Vormonat.

"Wir brauchen zusätzlichen Baugrund, wir haben viele Anfragen."

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