"Wir sind 2016 in die neuen Stallungen eingezogen", erläuterte Landwirt Andreas Härtl, als er die Freien Wähler aus Leonberg kürzlich zu Besuch hatte. Gemeinsam mit seiner Frau Claudia und seinen Kindern Lukas und Michaela bewirtschaftet die Familie einen neunzig Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb. Unterstützt werden sie von den Eltern Johann und Irmgard Härtl. Insgesamt 66 Milchkühe mit Nachzucht befinden sich in den neu gebauten Stallungen.
Ein Thema beim Besuch war die Nitratbelastung. Andreas Härtl betonte, dass nicht nur die Landwirte für die Nitratbelastung sorgen, sondern auch die kommunalen Kläranlagen. Dort läuft das Abwasser der Industrie ein, das ebenfalls belastet ist, aber vielfach keine Erwähnung findet. Weitere Themen waren die zunehmende Bürokratie für die Landwirte, die neue Düngeverordnung, sowie das Volksbegehren "Rettet die Bienen". Die Landwirte seien der Sündenbock, findet Härtl.
Bürgermeister Johann Burger machte deutlich, dass die Landwirte die Unterstützung des Freistaates Bayern brauchen. "Landwirte sind unsere Zukunft, wir brauchen sie", sagte er. Darüber hinaus ist auch der Verbraucher gefordert, gerechte und faire Preise für landwirtschaftliche Lebensmittel zu bezahlen. Burger war der Meinung, dass die Landwirte Europas gleich behandelt werden müssen und forderte diesbezüglich ein Umdenken der großen Politik.
Andreas Härtl monierte: "Für was brauchen die Landwirte eine aufwendige Ausbildung, wenn ihnen alles vorgeschrieben ist und sie nichts mehr alleine entscheiden können". Danach wurden die Stallungen besichtigt, der Besuch endete mit einer abschließenden Diskussion.














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