Knapp 40 Besucher waren in den Saal des Pfarr- und Jugendheims gekommen. Bürgermeister Johann Burger ermunterte die Zuhörer zu Fragen und zur Diskussion, was auch rege genutzt wurde. Gleich zu Beginn wies Burger auf die aktuelle Einwohnerzahl von 1013 Personen hin. Ein Grund dafür seien die vielen Geburten, heuer erblickten schon 13 neue Gemeindebürger das Licht der Welt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 43,52 Jahren.
Weiter gesunken ist die Verschuldung der Gemeinde. Zum Jahresende 2018 liegt sie voraussichtlich bei 649.000 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 682 Euro entspricht. Mit zu dieser günstigen Entwicklung beigetragen hätten die Stabilisierungshilfen, von denen heuer 500.000 Euro gewährt wurden. Allerdings, so Burger, werde sich die finanzielle Situation der Gemeinde wohl erst einmal nicht weiter entspannen. Burger verwies auf den Anteil der Gemeinde an der Sanierung und Erweiterung der Grundschule in Mitterteich sowie den Eigenanteil am Bau der neuen Brücke bei der Kriegermühle. Dennoch gab sich der Bürgermeister optimistisch: "Unser Schiff ist auf dem richtigen Kurs."
Ungleichbehandlung
Nach weiteren Einblicken in den Haushalt kam Burger auf das Thema Kreismusikschule zu sprechen. Leonberg ist laut Burger die einzige der insgesamt 26 Kommunen im Landkreis, die nur 50 Prozent des üblichen Gemeindeanteils an den Kosten übernimmt, den Rest tragen die Eltern. Weil er immer wieder auf diese Ungleichbehandlung hingewiesen werde, wolle er dieses Thema nun im Gemeinderat erneut beraten lassen. Er selbst hoffe auf eine Verbesserung zugunsten der Eltern.
Burger erinnerte an die jüngste Gemeinderatssitzung und die anstehende Entscheidung über die Einführung einer Wassergrundgebühr für vier Orte. Zum Thema Abwasser merkte er an, dass die Kosten für die Bürger seit 2013 gleich geblieben seien. Durch den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Großensees und die Neugestaltung des Außenbereichs sei auch das Ortsbild verschönert worden. Die Pfaffenreuther Wehr bekommt im neuen Jahr ihr neues Fahrzeug, Dank galt dem Verein für die Beteiligung an den Kosten.
Ebenfalls im neuen Jahr angegangen werden soll die energetische Sanierung des Pfarr- und Jugendheims "Wir bekommen neue Fenster und eine neue Fassade, zudem wird das Gebäude trockengelegt." Der Fördersatz für dieses Projekt liege bei 90 Prozent. Nicht kaufen werde die Gemeinde das Imkerhaus, "dennoch müssen wir dort etwas machen". Jetzt soll zwischen dem Imkerverein und der Gemeinde eine Vereinbarung getroffen werden. So werde die Gemeinde das Gebäude ebenfalls nutzen können. Untergebracht werden soll dort das Gemeindearchiv. Wieder aktiviert wird der Holzbackofen, eingerichtet wird außerdem ein Imker-Lehrstand zur Durchführung von Seminaren. 200.000 Euro an Fördermitteln stünden für das Projekt bereit. Für den Unterhalt des Hauses muss der Imkerverein sorgen.
Partner-Ort in Tschechien
Nicht zuletzt kündigte Burger eine Partnerschaft mit dem tschechischen Horni Ves (Oberdorf) an. Am 15. Juni 2019 wird eine Leonberger Delegation in dem kleinen Ort im Landkreis Eger zu Gast sein. Dank dieser deutsch-tschechischen Kooperation könnten grenzüberschreitende Projekte bezuschusst werden - mit Fördersätzen von 85 Prozent in Tschechien und 80 Prozent in der Gemeinde Leonberg.













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