02.04.2021 - 19:00 Uhr
Letzau bei TheisseilOberpfalz

Zur Burg, die immer wieder abtaucht: Wanderung auf der fünften Etappe des Goldsteigs

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Ziel dieser fünften Goldsteig-Etappe ist die größte und besterhaltene Burganlage der Oberpfalz – die Ruine Leuchtenberg. Zu ihr geht’s auf idyllischen Umwegen.

Schon nach wenigen Minuten spazieren die Goldsteig-Wanderer an der Muglhofer Dreifaltigkeitskapelle vorbei. Ein wunderbares Kleinod auf der 14 Kilometer langen Strecke von Oberhöll nach Leuchtenberg.
von Josef Maier Kontakt Profil

Da weiß man gleich, was Sache ist: Die fünfte Etappe des Goldsteigs beginnt mit einem Anstieg, der einen sofort auf Betriebstemperatur bringt. Kein Wunder, hier in Oberhöll wurde ja früher auch Ski gefahren. Aber nach gut fünf Minuten sind die Muskeln warm und der Anstieg Geschichte. Es ist kaum zu glauben, dass man sich hier ober immer noch für einige Zeit auf Weidener Stadtgebiet befindet, der Trubel unten in der Stadt ist weit weg. Es geht dem Wald entlang, über Wiesen und Felder. Die kleine Muglhofer Dreifaltigkeitskapelle, die unter einem Birnbaum Schutz sucht, zieht die Blicke auf sich.

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Dieser 5. Abschnitt ist aber keine Schau-ins-Land-Etappe. Die Landschaft öffnet sich zwar immer wieder, aber es geht viel durch die waldreiche „Stoapfalz“. Oben über Roggenstein kann man zum Ziel hinüberschauen. Stolz ragt hinter all dem Grün die Burgruine Leuchtenberg empor – doch es sind noch etwa acht Kilometer ...

Es läuft schön dahin, auch weil alles auf dieser Goldsteig-Etappe perfekt markiert ist. „Die Beschilderung ist echt gut, da kann man sich nicht verlaufen“, sagt einer aus einer sechsköpfigen Wandergruppe mit Münchenern und Bambergern, die auch in Oberhöll gestartet ist. „Aber das mit der Verpflegung ist nicht so gut“, ergänzt er. Ja, auf dieser Etappe schadet es nicht, ein Wurstbrot mehr in den Rucksack zu packen und eine Wasserflasche mehr mitzunehmen. Gaststätten liegen nicht am Weg.

Dabei kann man Stärkung gebrauchen, denn bei der Oberschleif unterhalb Roggensteins wartet der nächste knackige Anstieg. Hinein geht’s ins Waldgebiet Elm. In einer Lichtung taucht sie wieder auf, die Burgruine der Leuchtenberger Landgrafen – doch bis dahin sind es noch vier Kilometer ...

Es wartet ja noch das sagenumwobene Lerautal. Schafsteg, Mördergrube oder Wolfslohklamm – jetzt folgt das schönste Stückchen der Strecke, bevor der Weg nochmals ansteigt. War aber klar: Burgen stehen nun mal oft oben.

Wanderkarte der fünften Goldsteig-Etappe

Die Internetseite des Goldsteigs mit GPS-Daten fürs Wander-Navi zum Herunterladen

Alle bisher veröffentlichten Teile unserer Goldsteig-Serie finden Sie hier

Weiden in der Oberpfalz
Service:

Goldsteig-Etappe 5: Oberhöll–Leuchtenberg

  • Daten: Länge 14 km; Dauer rund 5:00 Std.; 400 Höhenmeter; höchster Punkt 629 m.
  • An-/Abreise: Von Weiden über die Staatsstraße Richtung Vohenstrauß nach Letzau und von dort nach Oberhöll. Parkmöglichkeiten vorhanden. Am Zielort Leuchtenberg zurück mit der Buslinie 11 (Oberviechtach–Weiden) zum ZOB in Weiden von dort mit Buslinie 6291 nach Mitterhöll unweit von Oberhöll.
  • Einkehr: (coronabedingte Einschränkungen beachten!): „Hölltaler Hof“ zu beginn. Ansonsten gibt es auf dieser Strecke keine direkten Einkehrmöglichkeiten. In Leuchtenberg gibt es einige Gastwirtschaften.
  • Besonders sehenswert: Kapelle unterm Birnbaum oberhalb von Muglhof, das Waldstück Elm unweit von Roggenstein und natürlich das sagenumwobene Lerautal unterhalb von Leuchtenberg. Die Burgruine dort überstrahlt alles.
  • Auskünfte: Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg, Telefon: 0941/58539-0, E-Mail: info[at]ostbayern-tourismus[dot]de, Internet: www.ostbayern-tourismus.de

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