11.07.2020 - 17:21 Uhr
Letzau bei TheisseilOberpfalz

Muglhofer Gruppe: Es geht nur über Gebühren

Eine Kommune muss die Wasserversorgung als kostendeckende Einrichtung betreiben. Dies gilt auch für die Muglhofer Gruppe als Versorger für die Gemeinde Theisseil, Teile Stadt Weiden und HPZ Irchenrieth. Draufzahlen geht nicht, man reagiert.

Die Verbandsmitglieder der Muglhofer Gruppe ziehen mit Vorsitzendem Josef Hammer nun an einem Strang.
von Ernst FrischholzProfil

Dass die Ankündigung des neuen Verbandsvorsitzenden Josef Hammer, Bürgermeister von Irchenrieth, bei seiner Wahl zum Vorsitzenden, die Muglhofer Gruppe als Wasserversorger in ruhiges Fahrwasser zu führen, zeigte sich bereits bei der zweiten Verbandssitzung unter seiner Regie. Keinerlei Kritik und einstimmige Entscheidungen zeigen, dass die Verbandsräte aus den drei Kommunen Hammers Weg mitgehen.

Der bezog sich schon einmal auf den Bau der Wasserleitung in Roschau. Hierfür stehen keine Rücklagen zur Verfügung. Der mit ihm zu gehende Weg, so Hammer, sei eine Investitionszulage anteilsmäßig für die Gemeinde Theisseil und Irchenrieth, sowie die Stadt Weiden. Die drei Kommunen müssten sich dies dann über den Wasserpreis zurückholen. Das Gremium votierte einstimmig für Hammers Vorschlag.

Das Resultat daraus findet sich im anschließend behandelten Haushalt 2020 wieder. Dieser schließt im Verwaltungshaushalt mit 396618 Euro und im Vermögenshaushalt bei 200093 Euro. Was Hammer als Verbandsvorsitzender abwenden will, ist die Kostenunterdeckung. Und dies zeigt sich im Verwaltungshaushalt, für dessen Deckung eigentlich die Wasserverbrauchsgebühren stehen sollten. Man muss den Regelbetrieb mit 57000 Euro aus dem Vermögenshaushalt ausgleichen. Für dessen 200000 Euro kann man 28000 Euro Herstellungsaufwand ansetzen.

Dazu kommt die von Hammer vorher angesprochene Investitionsumlage für den Bau in Roschau von 85000 Euro. Hier entfallen anteilsmäßig auf die Gemeinde Theisseil 57611 Euro, die Stadt Weiden 12413 Euro und die Gemeinde Irchenrieth 14975 Euro. Zur Deckung des Vermögenshaushalts wird die Entnahme von 87000 Euro aus den Rücklagen unumgänglich. Klarheit herrscht über die Jahresrechnung 2018, die auf Vortrag von Stadtrat Alois Lukas als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses so genehmigt wurde.

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