08.04.2019 - 15:21 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

90.000 Euro für kulturelle Impulse

Die Kultur vor Ort befruchten: Das ist das Ziel des Projekts "ZwischenSpielRaum", in welches das Landestheater Oberpfalz (LTO) mit Unterstützung von Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht eingestiegen ist. 90 000 Euro gibt es dafür.

Beim Projekt "ZwischenSpielRaum" ist das LTO mit zwei Stücken in Waldthurn. Wolfgang Meidenbauer, Anna Kunz und Albert Rupprecht werben dafür.
von Ernst FrischholzProfil

Bei einer Visite beim LTO in der Theaterschmiede in Leuchtenberg informierten Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer und Anna Kunz den Abgeordneten über das Projekt und dessen Stand. "Die Grundidee kam durch den Leerstand und unsere Idee dazu, mit Kultur vor Ort das Problem aufgreifen und so Leerstände zu beleben", schilderte Meidenbauer.

Erstes Projekt war das alte Raiffeisengebäude in Waldthurn. Viele Hürden wie Stromversorgung oder Brandschutz waren zu nehmen. Am 15. März war Auftakt mit den "Waldthurner Sagen". Eine neue Spielstätte soll das Gebäude zwar nicht werden - dafür ist es zu klein. "Wir wollen aber einen Impuls für Kultur vor Ort geben", sagte Meidenbauer. Das Landestheater tritt deshalb mit zwei Stücken, "Die Kellnerin Anni" und "Die Wanze", an den vier Tagen von 2. Mai bis 5. Mai auf.

Andere Landkreise im Blick

"Unser Ziel wäre, in den Landkreisen Neustadt/WN, Amberg-Sulzbach und Schwandorf jeweils einen solchen ,ZwischenSpielRaum' zu schaffen", ergänzt Meidenbauer. In Schwandorf sei man bereits mit einem ähnlichen Projekt im Gespräch. Die 90 000 Euro Fördermittel gehören für die Grundausstattung, um in dem Fall drei Räume bespielbar zu machen.

Rupprecht fielen da viele Orte ein, wie Parkstein, das alte Bahnhofsgebäude in Waldershof oder auch Falkenberg. Meidenbauer sprach aber von der Konzentration auf drei kleine Spielstätten mit einem kleinen Bühnenbild und ebenso kleinem Ensemble. Der Besucher sehe ja gar nicht, welcher Aufwand vorher nötig sei.

Von Laien zu Profis

Meidenbauer sprach mit Rupprecht auch über die Struktur des LTO und über eine normale Fluktuation der Darsteller. Da gebe es viele Gründe. So seien in den vergangenen Jahren 20 Aktive aus dem Laienspielensemble in Theaterberufe gewechselt. Auch ein Erfolg für das LTO. Neulinge seien wiederum froh, hier professionelle Anleitung zu kriegen.

"Die Ausstrahlung des LTO in die Region ist nicht mehr wegzudenken", resümierte der Bundestagsabgeordnete. Eine Region, die sich so dynamisch und positiv entwickelt, brauche auch eine solche Professionalität an Kultur. Bodenständig sein und nach vorne schauen, dabei regionale Themen im Theater aufgreifen - das habe man immer schon praktiziert, so Meidenbauer. Jüngstes Beispiel sei nun die "Resl".

Wolfgang Meidenbauer informiert Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (von rechts) über das Projekt "ZwischenSpielRaum".

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