22.02.2021 - 12:10 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Debatte um Straßenerschließung in Döllnitz

Zwei Anfragen zur Bürgerversammlung, ohne dass es eine gegeben hat, behandelt der Marktrat in seiner Sitzung. Eine birgt Diskussionsstoff.

Entlang einer Sandstraße östlich auf der Anhöhe von Döllnitz zum Ort hin gibt es eine Bebauung. Eine Straßenerschließung schmeckt einigen Anliegern nicht.
von Ernst FrischholzProfil

Im November stellten Johannes Meindl aus Preppach und Matthias Meier als Döllnitz Anträge zur Bürgerversammlung. Eine solche gab es aus Pandemie-Gründen nicht. Weil es wohl auch nicht nächster Zeit keine geben wird, legte Bürgermeister Anton Kappl die Anträge in der Marktratssitzung vor. Meindls Antrag auf Ausbesserung von Straßenschäden in Preppach wird man ins diesjährige Konzept für Sanierung von Orts- und Gemeindestraßen aufnehmen.

  • Straßenausbau

Dazu gab es keine Debatte, dafür aber über Meiers Antrag. Entlang einer Sandstraße östlich auf der Anhöhe von Döllnitz zum Ort hin gibt es eine Bebauung. Anlieger seien nicht heiß auf einen Ausbau gewesen, was ja Geld koste, stellte Kappl heraus. Es sei eine Ersterschließung und die sei umlagepflichtig. Nun hatte Meier eine Bauvoranfrage für ein noch nicht bebautes Grundstück auf der anderen Seite der Sandstraße gestellt, die noch bearbeitet wird. Meier, bisher so oder so Anlieger, beantragte aber den Ausbau dieser Straße. Die Länge betrage 150 Meter. Bürgermeister Kappl resümierte, dass dies schon immer ein Thema war, weil nicht alle Anwohner Herstellungsbeiträge zahlen wollten. Ihnen tauge die Straße. Nach der Bauvoranfrage von Meier für einen Wohnhausbau auf dem bisher noch nicht bebauten Streifen an der Straßemüsste die die Gemeinde laut Landratsamt Baurecht herstellen und damit die anderen Anlieger einbeziehen. "Die verlieren wohl wenig", meinte Bürgermeister Kappl. "Ihr Acker wird Bauland. Der Flächennutzungsplan zieht das Gebiet schon als bebaubar ein, aber es gibt keinen Bebauungsplan und dieses rechtliche Vakuum könnte man statt eines teuren und aufwendigen Bebauungsplanes mit einer Ergänzungssatzung regeln." Es gab keinen Beschluss, aber Meiers Antrag wird die Gemeinde weiter beschäftigen.

  • Forstbericht 2020

Angeblich hat die Marktgemeinde 50 Hektar Wald. Dem ist jedoch nicht so. Das stellte mit dem Forstbericht 2020 und der Planung 2021 Forstoberinspektor Lukas Rupprecht heraus. Vieles sind „nur Stangen“ und wenig Flächen bis auf den „Kellerhals“ sind zusammenhängend. Borkenkäfer verursachten 40 Festmeter Schadholz und dazu kamen, was sich erst finanziell einbrachte, 17.500 Euro Kosten für Verkehrssicherungsmaßnahmen in 2019. Ausgaben von 25.200 Euro standen Einnahmen von 11.400 Euro gegenüber. Der Verlust von 14.000 Euro werde sich nach der Planung für dieses Jahr nicht reduzieren. Grund: der Holzpreis. Rupprecht plant für seine Maßnahmen der Aufforstung und Pflege 10.000 Euro ein und errechnet aus dem Holzeinschlag eine Rendite von 8000 Euro.

Burg Leuchtenberg leuchtet sparsamer

Leuchtenberg
  • Sanierung der Mehrzweckhalle

Gerlinde Janker (SPD) hatte wegen der energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle wieder einmal nachgefragt. Bürgermeister Kappl verhehlte die Probleme nicht, zeigte sich aber für einen „Abschluss 2021“ zuversichtlich.

  • Bauanträge und Tierheim Weiden

Wie in der Sitzung zu vernehmen war, wurde der letzte in gemeindlicher Hand befindende Bauplatz nun veräußert. Wenn es Strömungen gibt, die sich gegen die Erschließung von weiterem Bauland in Leuchtenberg wenden, dann könne er das nicht verstehen, resümierte Rainer Schmeidl (CSU). Das gemeindliche Einvernehmen wurde den Bauanträgen für ein Einfamilienhaus in Döllnitz, ein Einfamilienhaus in Leuchtenberg „Am Pfarrhäusl“ und der Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus in Unternankau sowie der Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für eine Weiheranlage in Leuchtenberg erteilt. Für den Bau des Tierheims Weiden übernimmt die Gemeinde die anteiligen 11.780 Euro in drei Jahresraten.

Hintergrund:

Regionalbudget des Amts für Ländliche Entwicklung

  • Mögliche Projekte mit hoher Förderung wie Wanderparkplatz an der Burgmühe, Sitzgelegenheiten in Ortsteilen, digitale Wanderkarte, Badeweihersanierung heuer nicht realisierbar
  • Vitrinen auf der Burg Leuchtenberg geplant, maximale Förderung 10.000 Euro
  • Markt fasst weitere Vorhaben 2022 ins Auge

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