14.07.2020 - 15:28 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Gefahrguttransport fliegt auf: Polizei entdeckt ätzende Flüssigkeit

Nicht nur die Warntafeln für den Gefahrguttransport fehlen. Die ätzende Flüssigkeit wird auch noch ungesichert transportiert. Das hat Folgen für Fahrer, Spediteur und Verlader.

Bei einer Verkehrskontrolle auf der B 22 decken die Polizeibeamten einen ungesicherten Gefahrguttransport auf.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Auf der B 22 in Höhe Leuchtenberg kontrollierten Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weiden am Montag gegen 11.30 Uhr den Sattelzug einer Nürnberger Spedition, der in Richtung Weiden fuhr. Zunächst machte der Lkw einen ordentlichen Eindruck. Doch bei der Kontrolle des Lieferscheins fiel den Beamten auf, dass der Lastwagen mit Gefahrgut beladen war, doch die vorgeschriebenen Warntafeln fehlten. Anhand dieser Warntafeln können Einsatzkräfte bei einer Kontrolle oder einem Unfall sofort erkennen, dass Gefahrgut transportiert wird und die entsprechenden Maßnahmen treffen.

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Angeblich habe er vergessen, die beiden Tafeln zu öffnen, gab der Fahrer (31) aus dem Landkreis Neumarkt an. Ein Blick auf die Ladefläche nährte bei den Polizisten jedoch einen anderen Verdacht. Sie entdeckten, dass die 1882 Liter ätzende Flüssigkeit, mit denen der Sattelzug beladen war, ungesichert transportiert wurden. "Offensichtlich hatte der Fahrer die Warntafeln deshalb nicht geöffnet, um Kontrollen hinsichtlich Gefahrgutvorschriften zu vermeiden", heißt es im Polizeibericht. Außerdem fehlten eine Schaufel und ein Warndreieck. Beide Ausrüstungsgegenstände sind bei einem Gefahrguttransport zwingend vorgeschrieben.

Den Fahrer muss deshalb nun mit einem Bußgeld von 900 Euro rechnen. Den Spediteur erwartet nach Angaben der Polizei ein Bußgeld von 400 Euro und den verantwortlichen Verlader eine Strafe von 500 Euro. Der 31-Jährige durfte seine Fahrt erst fortsetzen als er die Ladung ordnungsgemäß gesichert und die beiden Warntafeln geöffnet hatte.

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