Unterhalb der Mehrzweckhalle vom Friedhof her führt eine Erschließungsstraße etwa 60 Meter bis zu den Parkplätzen am neuen Gemeindezentrum. Kosten: 120.000 Euro. "Jede vergleichbare Straße würden wir ohne großes Tamtam der Bestimmung übergeben", sagte Bürgermeister Anton Kappl vor vielen Ehrengästen. Ein Zusatzschild am Straßenschild gibt Aufschluss darüber, warum es für Leuchtenberg beim neuen Amalienweg um „Geschichte pur“ handelt.
Auguste Amalie Herzogin von Leuchtenberg ist die Urahnin aller Herzöge von Leuchtenberg. Sie wurde 1788 geboren und war die älteste Tochter des Königs Max von Bayern. Ihr widmete der Markt Leuchtenberg diese Straße um die Verbundenheit aufzuzeigen, erklärte Kappl. Die Verbundenheit zeigte sich schon in der Anwesenheit des Ur-Ur-Enkels von Auguste Amalie, dem 89-jährigen Herzog Nicolaus von Leuchtenberg. Auch eine großen Gruppe des „Leuchtenberger Freundeskreises“ mit Josef Schönwetter aus Eichstätt an der Spitze war gekommen.
Die kirchliche Segnung nahm Pfarrer Alfons Forster vor, der herausstellte, dass Straßen Menschen verbinden. Herzog Nicolaus bezeichnete den Anlass als denkwürdigen Akt der Marktgemeinde. Zusammen durchschnitten Herzog Nicolaus und Bürgermeister Kappl das Band über die Straße, enthüllten das Straßenschild und zugleich eine Gedenktafel daneben über Herzogin Auguste Amalie.
Der Leuchtenberger Freundeskreisvorsitzende Schönwetter zeichnete das Leben von Auguste Amalie nach, die 1788 geboren wurde und 1806 den Stiefsohn von Napoleon, den Italienischen Vizekönig Eugene de Beauharnais heiratete. 1817 erhielt sie den Titel einer Herzogin von Leuchtenberg und Fürstin zu Eichstätt. 1851 verstarb Augsute Amalie. Der Männergesangverein Leuchtenberg und die „Böhmische Blechblosn“ begleiteten die Einweihungsfeier.














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