27.05.2021 - 18:02 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Leistungsfähiger durch Umgestaltung

70 Kilometer Gemeinde- und Ortsstraßen, 18 Ortsteile. Das bei nur 1300 Einwohnern. Der Markt Leuchtenberg und hier speziell der Bauhof steht vor immer weiter steigenden Herausforderungen. Eine Bestandsaufnahme.

Das Entwicklungskonzept für den Bauhof stellt Bürgermeister Anton Kappl (zweiter von links) den Marktgemeinderäten vor.
von Ernst FrischholzProfil

Bauhofmitarbeiter Alfred Kick brachte es auf einen Nenner. Als er 1993 seine Arbeit antrat, war dies nie vorhersehbar, was sich nach nun fast 30 Jahren zeigt. Davor verschließt auch Bürgermeister Anton Kappl seine Augen nicht. Er stellt in einer Gesamtaussage fest, dass der Bauhof mit seiner Auslastung von Geräte und Personal längst an der Leistungs- und Belastungsgrenze angelangt ist.

Dies zeigt der Gemeindechef in einem Bestands- und Entwicklungskonzept auf, mit dem Kappl den Bauhof umgestalten und leistungsfähig für die Zukunft machen will. Dieses stellte der Bürgermeister den Markträten bei einem Termin vor Ort im Bauhof vor. Wasserversorgung der Ortsteile mit Abwasserentsorgung, Unterhalt der 70 Kilometer Straßen mit Schneeräumen im Winter sowie auch die Pflege der vielen Grünflächen sind ein wesentlicher Teil der Belastung.

Effizientere Vorraussetzungen

"Wir müssen im Ergebnis ein besseres Arbeitsumfeld mit weniger Stundenbelastung der Mitarbeiter durch effizientere Arbeitsmöglichkeiten und Gerätschaften schaffen", stellte Kappl eingangs des Treffens als Vorgabe heraus, um auf lange Zeit leistungsfähig zu bleiben. Ganz vorne steht für Kappl die Schaffung von Lagerraum im Bauhof. Viel Platz nimmt das Salzlager weg, in das auch die Anlieferung von Streusalz problemreich ist. Mit der Anschaffung von externen Salzsilos würde viel Lagerraum frei und ein Anbau an den Bauhof vermieden. Schüttmaterial wie Split, Schotter, Sand oder Kies liegt lose auf Freiflächen. Hier sollen kleine Fahrsilos in einer Art Buchten für Ordnung sorgen.

Marktgemeinde Leuchtenberg: Grünflächenpflege erleichtert

Leuchtenberg

Ins Auge gefasst ist auch die Versetzung der Wertstoffcontainer, die dann störend sind und durch deren Belieferung außerdem immer eine gewisse Unruhe herrscht. Ein neuer Standort oberhalb des Sportgeländes mit einem eigenen Fahrsilo für Grüngut, was die Anlieferung und auch Abholung erleichtert wäre hier für Kappl die Lösung. Für Gerätschaften und weiteres Material, das im Freien liegt, würde man eine Überdachung an der Stirnseite des Bauhofs schaffen.

Sozialraum dringend benötigt

Optimiert soll auch der Stauraum im Betriebsgebäude durch eine Art Podest werden. Zudem gelte es hier einen Sozialraum für die Mitarbeiter zu schaffen. Bisher müssen sie ihre Kleidung irgendwo in der Halle aufhängen und selbst die Kaffeemaschine steht auf einer Werkbank, weil außer dem Büro kein Raum zur Verfügung steht. Hat man die Wertstoffcontainer und den Grüngutcontainer ausgelagert, dann könnte man vorne am Waschplatz den Bauhof mit einem Eingangstor versehen, damit kein unbefugter Zutritt mehr möglich ist. Hat man Salzsilos, dann braucht man den alten Lader nicht mehr für die Beladung der Steuwagen. Ersatzbeschaffung wäre ein vielseitig einsetzbarer Traktor, der für weitere Arbeiten wie etwa Schwerlastbeladung, Baumfällen oder Straßenausbesserungen genutzt werden kann.

Angeschafft ist bereits der neue Profihopper (Mähgerät). Man bräuchte weiter Gerätschaften als Anbaugeräte für die Fahrzeuge wie Heckmulcher, Frontladegabel oder auch eine Seilwinde. Überlegungen macht man sich auf über ein Fahrzeug für den Wasserwart und etwa ein Rohrbruchsuchgerät. Insgesamt schätzt der Bürgermeister die Umsetzung seines Zehnpunktekonzeptes auf 300000 Euro. Der ideale Zeitplan wäre für Kappl drei Jahre. Ob man diesen einhalten kann liegt auch an den finanziellen Möglichkeiten. Grundsätzlich hat aber das Platzproblem Priorität.

 

 

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