05.01.2021 - 14:17 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Leuchtenberg: Neuer "Herr des Wassers"

Hahn auf und dem Bürger steht eines der bestüberwachten Lebensmittel zur Verfügung. „Wasser“. Tausend Liter um die drei Euro je nach Gemeinde. Hierfür ist eine Infrastruktur erforderlich, aber auch ein Wasserwart.

Mit Abstand begrüßt Bürgermeister Anton Kappl (Mitte) den neuen Wasserwart Marco Norgauer (rechts), der die Nachfolge von Josef Pausch (links) antritt.
von Ernst FrischholzProfil

Ihren Wasserwart hat die Gemeinde Leuchtenberg seit 1992 in Josef Pausch. Er machte die Umstrukturierung der Wasserversorgung in der Gemeinde vor Jahren mit. Diese präsentiert sich heute auf einem technisch hohen Level. Das Lebensmittel Wasser fließt aus drei "Quellen" in die Gemeinde zu den Bürgern. Da ist einmal die Steinwaldgruppe, die Leuchtenberg und den Bereich Michldorf versorgt.

Dem schließt sich die Glaubendorfer Gruppe an, die Döllnitz und Preppach beliefert und dazu kommt noch die Vohenstraußer Wasserversorgung, die in den Hochbehälter in Wittschau einspeist.

Dabei handelt es sich um hochkomplexe, sehr unterschiedliche Systeme. Wenn diese aufgrund Störungen mal nicht so laufen, dann klingelt das Telefon beim Bürgermeister und der setzt den Wasserwart ein, der in der Regel schon die Störung auf seinem Handy durch das Überwachungssystem hat. Seit 1992 ist Pausch der "Herr des Wassers" in der Marktgemeinde und diese Aufgabe übergibt er nun an Marco Norgauer, der seinen Dienst als neuer Wasserwart der Gemeinde am ersten Tag des Jahres antrat.

Es ist eine Tatsache, die nach den Worten von Bürgermeister Anton Kappl, große Bedeutung für die Marktgemeinde hat. Als die Zeit von Pausch auslief konnte der Gemeindechef Norgauer als Nachfolger gewinnen. Der 39-Jährige, der sich familiär in den Ortsteil Wittschau verändert hat, sei laut Kappl ein absoluter Glücksgriff. Als Fachkraft für Wasser bei der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz von 2011 bis 2020 wechselt Norgauer nun nach Leuchtenberg. Ihm obliegt es nun, drei Wasserversorgungen mit drei Hochbehältern mit einem Speichervolumen von 900 000 Litern und einem Leitungsnetz von 60 Kilometern am Laufen zu halten. Elf Druckschächte sind hier die Grundlage.

Wasser sei das höchste Gut, dessen Qualität der Bürger einfordert und die es zu gewährleisten gilt, sagte Bürgermeister Kappl. Die verzweigte Infrastruktur der Wasserversorgung setze auch Flexibilität voraus. Das nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende oder an Feiertagen. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", sagte der Bürgermeister zum Antritt Norgauers über seine neue hochqualifizierte Kraft. Nach den Worten des Bürgermeisters wird dieser neben seiner Tätigkeit als Wasserwart auch für weitere anfallende Arbeiten in der Gemeinde eingesetzt.

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