Leuchtenberger Leerstände nun Studienprojekt der OTH Regensburg

Leuchtenberg
05.08.2022 - 10:34 Uhr

Mit dem Problem von Leerständen kämpfen viele Gemeinden. In Leuchtenberg versucht Bürgermeister Anton Kappl, zusammen mit den Besitzern dieser Gebäude eine Lösung zu finden. Er holt sich dazu professionelle Hilfe.

Bürgermeister Anton Kappl (stehend) sowie die Professoren Markus Emde und Andreas Müsseler (sitzend von rechts) erläutern den Bürgern das Projekt, das auf Interesse stößt und so im Oktober anlaufen wird.

Das „Projekt Leerstand“ wird angegangen. Davon ist Bürgermeister Anton Kappl überzeugt. Nicht zuletzt aufgrund der positiven Resonanz eines Informationsabend, zu dem er die Besitzer von Leerständen in die Mehrzweckhalle eingeladen hatte. Das Problem umrissen dabei die beiden Professoren Andreas Müsseler und Markus Emde von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg.

"Wir bewerben uns bei Ihnen, weil wir jedes Jahr im Wintersemester auf der Suche nach einer Gemeinde sind, die interessant ist und die uns ihre Türen aufsperrt", lautete die Einführung der beiden Professoren, die 50 Architekturstudenten im "Gepäck" haben. Man sei fasziniert von Leuchtenberg, das auch als Publikumsmagnet gelte. Der Ablauf: Die Studenten kommen einen Tag im Oktober nach Leuchtenberg. Alle Eigner von leerstehenden Objekten, die beim Projekt mitmachen, sollten da die Türen aufsperren, eventuell alte Pläne zeigen und auch Fragen zur Historie des Gebäudes beantworten. Danach arbeiten die Studierenden in Teams Lösungen für das entsprechende Objekt aus, erstellen Pläne und Modelle, die sie in der Gesamtheit dann im Frühjahr auch vorstellen.

Bürgermeister Kappl verdeutlichte, dass für die Hausbesitzer keine Kosten anfallen und auch keine Verpflichtung zur Umsetzung besteht: "Jeder kann frei entscheiden." Kappl zeigte per Beamer auf der Lagekarte 17 Objekte auf, die in Frage kommen. Zehn davon bräuchte man, "damit die Sache angegangen werden kann". Dass so ein Projekt zu einer Erfolgsgeschichte werden kann, zeigte der Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler auf. Hier sei mit einer anderen Hochschule ein Leerstandsprojekt gestartet worden. "Am Marktplatz waren gerade noch zwei Häuser bewohnt", sagte Beimler, "und mittlerweile brennt in jedem Haus Licht".

In Etzenricht waren die Regensburger Studenten vor einem Jahr, erklärte Bürgermeister Martin Schregelmann. Zehn Anwesen haben mitgemacht, und es wurden ausgezeichnete Ideen präsentiert. Markus Götz vom Amt für Ländliche Entwicklung stellte heraus, dass sich durch die derzeit laufende „Kleine Dorferneuerung“ für Leuchtenberg auch eine Förderkulisse ergebe. Wie sich im Verlauf des Informationsabends herausstellte, wird Leuchtenberg die geforderten zehn Objekte für das Projekt stellen können.

Hintergrund:

Gemeinde Leuchtenberg

 
 

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