03.06.2019 - 15:08 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

"Wie eine Oma"

Martha Härtl erinnert sich in Leuchtenberg bei ihrem Abschied nach 33 Jahren aus der Schule an so manche Begebenheit. Einmal zog sie für die Kinder extra Socken über die Schuhe.

Die „gute Seele der Schule“ Martha Härtl (mit Blumen) mit ihren Kindern Sabine und Wolfgang (links und rechts von ihr), im Kreise der Grundschulkinder, des Bürgermeisters, Elternbeirats, Lehrerschaft mit Schulleiterin Dorit Schmid (Vierte von links), Handarbeitslehrerin Brigitte Krapf, ehemaliger Schulleiter Josef Karl, Altbürgermeisterin Waltraud Benner-Post, Härtls Kollegin Renate Kraus und ihre Nachfolgerin Heike Pausch (Zweite von rechts).
von Sieglinde SchärtlProfil

Martha Härtl wurde nach 33 Jahren als Seele der Schule im Kreis der Lehrer, Kinder und des Elternbeirats verabschiedet. Schulleiterin für Vohenstrauß und Leuchtenberg, Dorit Schmid, eröffnete den Reigen der Danksagungen: „Eigentlich wollte Frau Härtl keine Abschiedsfeier, wir wollten es geheim halten, aber das ist uns nicht geglückt.“ Schmid betonte, es wäre unmöglich gewesen, sie einfach ziehen zu lassen. Sie habe stets für Kontinuität, Ordnung und Sauberkeit gesorgt und stand allen Kinder mit Rat und Tat zur Seite. Sie war immer da, auch wenn Lehrer durch Glatteis verhindert waren. „Sie zogen Socken über die Schuhe, um nachzusehen, damit die Kinder nicht alleine waren“, sagte die Schulleiterin. Bürgermeister Anton Kappl hob Härtl als eine Mitarbeiterin heraus, die 120 Prozent gearbeitet habe und "als Dienstherr konnte ich mich, so wie meine Vorgänger, immer auf sie verlassen. Sie hat viele, viele Kinder begleitet und betreut und nie hat sie jemand grantig erlebt“. Für den Elternbeirat bedankte sich Karin Preßl: „Du warst für alle Kinder immer wie eine Oma.“

Die Grundschulkinder der beiden Kombiklassen bedankten sich mit dem „Becherlied“ und wurden dabei von Lehrerin Tanja Ries und Verena Welsch auf der Gitarre  begleitet: „Wir wünschen eine tolle Zeit und singen jetzt für sie -hou“, so der Refrain. Viktoria und David, zugleich der Enkel der Gefeierten, überreichten einen Felgenkranz mit dem Dank. Martha Härtl, überwältig von soviel Ehre, erzählte einige Geschichten, denn sie sah viele Lehrer und Kinder kommen und gehen. „Die Zusammenarbeit mit allen Lehrkräften war bestens, und es war immer eine Wertschätzung vorhanden. Ich kann sagen, mit 90 Prozent der Kinder habe ich es leicht gehabt. Die Freude ist immer groß, wenn aus den Kindern Erwachsene werden, sie mir begegnen und mich noch kennen.“

Sie erinnerte auch daran, wie sie dereinst an die Schule kam, damit die jetzt Aktiven es auch wissen: So habe Hausmeisterin Christa Hartwig sie um Unterstützung gebeten und „so wurde ich aus dem Hausfrauendasein geholt, und es hat immer Spaß gemacht und bin heute Christa dafür noch dankbar.“ Anschließend waren alle ins Glashaus zu einem Stehempfang eingeladen und dabei sorgten manche Erinnerungen für Lacher und Verwunderung.

Der Dienstherr Bürgermeister Anton Kappl überreicht neben dem Dank an Martha Härtl Blumen
Gesanglich bedanken sich die Grundschüler mit Lehrerinnen Verena Welsch und Tanja Ries bei ihrer "guten Seele"
Für den Elternbeirat bedankt sich Karin Preßl bei Martin Härtl für ihr "Oma-Dasein" an der Schule
Viktoria und David fassen den Dank in Worte und überreichen dazu ein Felgendankrad

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