14.11.2019 - 08:25 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Ortsteile müssen Leuchtenberg den Vortritt lassen

Die kleine Dorferneuerung in Döllnitz, Michldorf und Steinach muss warten. Zuerst ist Leuchtenberg an der Reihe. Ein anderes, unangenehmes Thema beschäftigt den Gemeinderat erneut.

von Ernst FrischholzProfil

Die Marktgemeinde stellt Antrag auf Aufnahme in das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm zur Einleitung einer „einfachen Dorferneuerung“ in den Ortsteilen Döllnitz, Michldorf und Steinach. In der Marktgemeinderatssitzung (wir berichteten) relativierte Bürgermeister den einstimmigen Beschluss dahingehend, dass sich hier vor 2023 „nichts tun wird“, weil Leuchtenberg erst abgeschlossen sein muss.

Als Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl im März 2020 wurde der Geschäftsleiter der VG Lothar Kipp und als Stellvertreterin die Angestellte Johanna Kick bestimmt. Erfreulich war die Botschaft von Kämmerin Sabrina Schaffner in Form der Jahresrechnung 2018. Es konnten aus dem Verwaltungshaushalt 560 500 Euro für Investitionen dem Vermögenshaushalt zugeführt werden und zudem ein Überschuss von 501 240 Euro, der den Rücklagen zugute kommt. Damit hat man einen derzeitigen Stand an Rücklagen von einer Million Euro. Bürgermeister Anton Kappl erklärte, dass der hohe Überschuss auch darin begründet sei, dass im Haushalt enthaltene Vorhaben aus verschiedenen Gründen noch nicht durchgeführt wurden.

Gehwege, Straßenränder und auch öffentliche Plätze sind in Leuchtenberg mit Hundekot verschmutzt, zudem wächst die Zahl der freilaufenden Hunde. Der Gemeinderat will hier Abhilfe schaffen und plädierte in bereits vorherigen Sitzungen schon für eine Anleinpflicht mit einer entsprechenden Satzung. Da hatten die Markträte die Rechnung ohne die deutsche Bürokratie gemacht, wie die Ausführungen von VG-Geschäftsleiter Lothar Kipp zeigten. Er sprach von einem klassischen kommunalen Thema. Allerdings gibt es in Leuchtenberg schon eine Verordnung zur Reinhaltung der Gehwege.

Eine Anleinpflicht sei dahingehend problematisch, dass hierfür konkrete Bereiche in Leuchtenberg genannt werden müssten und eine solche erst für Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern greife. In Sachen Hundekot schlug Kipp vor, für Hundebeutelspender Standorte zu bestimmen und solche aufzustellen. Die Anmerkung aus dem Gremium, dass ein solcher mit Abfallkorb 1000 Euro kosten dürfte, brachte nachdenkliche Gesichter angesichts der acht ins Auge gefassten Standorte.

Kipp verwies auch darauf, dass freilaufende Hunden, von denen eine Gefahr ausgeht, neben der Polizei auch der Verwaltung gemeldet werden können. Ebenso auch Hundehalter, die es mit der Beseitigung der Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners nicht ernst nehmen.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.