10.01.2020 - 10:30 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

SPD möchte im Marktgemeinderat weiter Akzente setzen

Der Ortsverein Leuchtenberg schickt zehn Frauen und sechs Männer in das Rennen. Christian Süß ist mit 22 Jahren der jüngste Kandidat.

Mit Gerlinde Janker (stehend, links) an der Spitze geht der SPD-Ortsverein Leuchtenberg in die Kommunalwahlen.
von Josef PilfusekProfil

Die SPD möchte bei den Kommunalwahlen am 15. März der CSU nicht allein das Feld überlassen und schickt für einen Sitz im Marktgemeinderat 16 Frauen und Männer ins Rennen. Sowohl die kommissarische Vorsitzende des Ortsvereins, Antje Koller, als auch Marktgemeinderatsmitglied Gerlinde Janker und Altbürgermeisterin Waltraud Benner-Post sprachen in der Nominierungsversammlung am Donnerstag im Gasthof „Lindenhof“ der Familie Maier von einem starken und ausgewogenen Wahlvorschlag.

Janker und Marga Schieder-Beierl hatten dabei selbst beste Vorarbeit geleistet und intensiv für eine Kandidatur geworben. „Ich bin sehr froh, dass wieder eine Liste zustande gekommen ist“, freute sich Janker deshalb. Wie Koller hob sie im Zuge der Vorbereitung der Versammlung auch das Engagement des Bundestagsabgeordneten Florian Post hervor. „Er hat die Unterlagen akribisch zusammengestellt.“ Und so hatte dessen Wissenschaftlicher Mitarbeiter Leo Hausleiter, zugleich Vorsitzender des SPD-Bundeswahlkreises München-Nord, ein leichtes Spiel und brachte die Wahlgänge zügig über die Bühne.

Formsache waren zunächst die Bestellungen von Richard Süß zum Schriftführer der Versammlung. Das galt auch für Gerlinde Janker und Martin Reil für die Mandatsprüfungs- und Wahlkommission. Als Mitunterzeichner des Wahlvorschlags sprachen sich die Anwesenden für Martin Reil und Josef Zitzmann aus, als Beauftragte für die Einreichung der Unterlagen für Waltraud Benner-Post und Richard Süß als deren Stellvertreter.

Laut Waltraud Benner-Post „ist eine Wahl nur, wenn man eine Auswahl hat“. Deshalb stand der Altbürgermeisterin auch die Freude ins Gesicht geschrieben, dass es gelungen sei, Leute für eine Kandidatur zu überzeugen. In ihrem Rückblick erinnerte sie an die Gründung des Ortsverbandes im Jahr 1987. „1990 war ich dann die erste Frau im Marktgemeinderat“, sagte Benner-Post und sprach von einer schwierigen Zeit, nachdem sie 2002 zur Bürgermeisterin gewählt worden war.

„Die Gemeinde war damals am Hund“, blickte sie zurück. Dennoch sei es aufgrund der Vorsprachen im Bayerischen Finanzministerium und intensiven Verhandlungen gelungen, Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen zu erhalten und die Pro-Kopf-Verschuldung von 2400 auf 59 Euro zurückzuführen. Dabei habe die Kommune noch investieren können, etwa in die Feuerwehren, die Abwasserentsorgung oder den Straßenbau, ergänzte die Altbürgermeisterin.

Info:

Kandidaten des SPD-Ortsvereins Leuchtenberg

Einstimmig stimmten die Anwesenden nach der Vorstellung der Kandidaten folgender Reihenfolge zu: 1. Gerlinde Janker, Technische Zeichnerin; 2. Martin Reil, Selbstständiger Landmaschinenmeister; 3. Roswitha Reil, Hauswirtschaftsmeisterin; 4. Martin Ram, Kaufmännischer Angestellter; 5. Marga Schieder-Beierl, Lehrerin; 6. Markus Tretter, Rohrleitungsmonteur; 7. Antje Koller, Angestellte im Öffentlichen Dienst; 8. Matthias Beck, Rechtsanwalt; 9. Martina Thassler, Betriebswirtin; 10. Christian Süß, Industriemechaniker; 11. Dagmar Frischholz, Krankenschwester; 12. Jürgen Kost, Selbstständiger Kaufmann; 13. Bianca Wörle, Kaufmännische Angestellte; 14. Ute Heidrich, Rentnerin; 15. Amelie Beer, Bauzeichnerin, 16. Katharina Wörle, Rentnerin. Ersatzkandidat ist Josef Zitzmann.

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