16.04.2019 - 15:26 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Start für Dorferneuerung

Leuchtenbergs Bürgermeister Anton Kappl geht mit einigen Markträten in Paulsdorf bei Amberg zwei Tage in Klausur. Thema ist die „einfache Dorferneuerung“. Bei den Parkplätzen soll sich zum Beispiel was bewegen. Aber nicht nur dort.

Benjamin Quaas und Eric Bergner vom Amt für ländliche Entwicklung, Bürgermeister Anton Kappl, sein Stellvertreter Karl Liegl (vorne, von links) sowie die Markträte Gerlinde Janker, Marga Schieder-Beierl, Rainer Schmeidl, Andreas Gruber und Gerd Scharff sprechen über die Zukunft von Leuchtenberg.
von Ernst FrischholzProfil

Die einfache Dorferneuerung in Leuchtenberg läuft an. Auf Initiative von Bürgermeister Anton Kappl ist der Markt Leuchtenberg Teil des Arbeitsprogramms des Amts für Ländliche Entwicklung, und der grobe Zeitrahmen steht. Die Markträte stellten sich mit Bürgermeister Kappl in Paulsdorf bei Amberg den Fragen der Dorfentwicklung. Die Moderatoren Eric Bergner und Benjamin Quaas vom Amt für Ländliche Entwicklung begleiteten das Seminar. Organisiert wurde es über die Schule der Dorf- und Landentwicklung.

Die Gemeindevertreter sprachen über sanierungsbedürftige Ecken und Straßenzüge, Flächen mit Potenzial und Leerstände. Die Referenten hatten das Seminar auf die Bedürfnisse von Leuchtenberg zugeschnitten und stellten mit den Räten und dem Bürgermeister ein zukunftsweisendes Konzept auf. „Wir haben hier eine große Chance“, sagte Bürgermeister Kappl. Es geht dabei nicht um eine grundlegende Sanierung des Ortes. Diese hat es bereits in den 90er Jahren gegeben. Der Markt erhielt damals den Europäischen Dorferneuerungspreis.

Zunächst wurden Stärken und Schwächen von Leuchtenberg herausgefiltert, um später im Konzept die bestmöglichen Verbesserungen zu erreichen. Pluspunkte waren die sehr gute Anbindung an die Bundesstraße 22 und die Autobahn A 6, die kulturellen Angebote wie Burg, Theater und Goldsteig, oder auch die günstigen Baulandpreise. Verbesserungswürdig sei die Parkplatzsituation im Ort, die Grundversorgung mit den wichtigsten Läden und Einrichtungen sowie der fehlende Wohnraum. In einer Bürgerbeteiligung könnten sich die Bewohner in die Projekte einbringen.

Der Gemeindechef schlug vor, den Gehweg an der Hauptortseinfahrt entlang des Friedhofs bis zur Grundschule so zu gestalten, dass dieser auch als Gehweg von jeder Generation genutzt werden kann. Aktuell befinden sich teilweise abgestorbenen Bäume mitten auf dem Gehweg. Weiter schlug er vor den Vorplatz des künftigen Gemeindezentrums an der Schule entsprechend umzugestalten.

Auch an einen Gehweg an der Ortsstraße vom Baugebiet Pfarrhäusl Richtung Ort sollte seiner Meinung nach unbedingt angedacht werden. Marktrat Gerd Scharff brachte mit dem Buswendeplatz ein langjähriges Problem gerade im Winter ins Spiel. Marktrat Karl Liegl sprach die schwierige Parkplatzsituation im Markt an und konnte anhand von Beispielen gleich eine mögliche Verbesserung im Markt oder am Friedhof vorschlagen. Markträtin Marga Schieder-Beierl könnte sich gut eine Umgestaltung der Badeweiheranlage vorstellen, so dass diese auch wieder als solche genutzt werden kann.

Kappl merkte noch an, in die Pläne zur einfachen Dorferneuerung sollte auch die vor vielen Jahren eingestürzten Mauer am Turnierplatz aufgenommen werden.

Die beiden Moderatoren Bergner und Quaas betonten, dass auch private Grundstücksbesitzer profitieren können. Es gebe auch Fördermittel für Privatmaßnahmen. Nicht zu kurz kommen sollen aber auch die Ortsteile. Gerade für Michldorf, Döllnitz oder auch für Steinach können hier im Rahmen einer eigenen einfachen Dorferneuerung deutliche Verbesserungen geschaffen werden. Auch wenn für diese Dörfer die Maßnahmen erst in drei bis vier Jahren aktuell werden, so sollten diese bereits in diesem Jahr beantragt werden. Nach Meinung aller Beteiligten sollen die Anträge für diese Ortschaften noch in diesem Jahr gestellt werden. Zuletzt wurde auch der Leerstand, gerade in der Ortschaft Leuchtenberg, näher betrachtet. Hier sind natürlich gewisse Häuser längst ein Dorn im Auge. "Innen statt Außen". Zur Umnutzung der Leerstände sind Ideen gefragt.

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