19.05.2020 - 12:02 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Trauer um Anneliese Winter

Als bescheidene, liebenswerte Frau, die sich nie in den Vordergrund drängte, war Anneliese Winter bekannt. Sie verstarb im 83. Lebensjahr am vergangenen Mittwoch im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg.

Anneliese Winter starb mit 82 Jahren.
von Sieglinde SchärtlProfil

Die letzte Phase ihres Lebens war von schweren Krankheiten mit zahlreichen Operationen und Krankenhausaufenthalten geprägt.

Nach einer abermals schweren Operation am 22. April verließen sie ihre Kräfte. Um sie trauern ihr Ehemann Josef sowie ihre Kinder Josef, Bernhard, Gertrud und Matthias mit Familien. Anneliese Winter wurde am 26. Juli 1937 in Königswalde im Sudetenland als fünftes von sechs Kindern geboren. Im bäuerlichen Anwesen war sie zu Hause, bis sie 1946 mit ihrer Familie im Nachklang des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Eine neue Heimat fand die Familie in Tännesberg. Dort besuchte Anneliese die Volksschule und lernte ab 1953 Einzelhandelskauffrau beim damaligen Lebensmittelmarkt Braun.

1964 führte Sepp Winter aus Leuchtenberg seine Anneliese zum Traualtar. Nach der Heirat wohnten sie fünf Jahre in Tännesberg, dann bauten sie sich in Leuchtenberg ein Eigenheim, in das sie 1970 einzogen. Zur Familie mit den vier Kindern kamen mittlerweile die fünf Enkel Lisa, Markus, Lukas, Franziska und Teresa dazu. Sie waren der ganze Stolz ihrer Oma.

Nicht nur Haus und Garten und Kindererziehung gehörten zu Anneliese Winters Aufgaben. Sie unterstütze vor allem ihren Mann in seinen Ehrenämter, allen voran 40 Jahre lang als Vorsitzender des Männergesangverein „Liederkranz“. Bei dem alljährlichen Vereinsfest zu Fronleichnam in Lückenrieth war sie es, die für Kuchen sorgte. Auch hielt sie ihrem Sepp den Rücken frei als er 18 Jahre Marktrat und viele Jahre Pfarrgemeinderat war. Für die Kirche hatte sie zeitlebens viel übrig und war über 70 Jahre Sängerin im Kirchenchor, einst in Tännesberg und dann in Leuchtenberg.

Rund 20 Jahre sorgte sie mit dafür, dass die Pfarrkirche St. Margareta in Leuchtenberg immer sauber war, und sie sorgte auch für den Kirchenschmuck. So oft es möglich war, besuchte sie ihre Heimat in Nordböhmen und vergaß dabei nie den dortigen Marienwallfahrtsort Phillipsdorf. Das ihr ans Herz gewachsene Heiligtum ist auch auf ihrem Sterbebildchen abgebildet. Bedingt durch die Pandemie fand die Beerdigung im engsten Familienkreis statt.

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